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Pressemitteilung vom 29.08.2026    

Hitzeschutz im Seniorenzentrum: Maßnahmen und Herausforderungen

Die zunehmenden Hitzewellen im Westerwald stellen das Ignatius-Lötschert-Haus vor neue Herausforderungen. Bei der jährlichen Sommerklausur wurden wichtige Maßnahmen zum Schutz der Bewohner diskutiert, während auch die Zukunft des Seniorenzentrums im Fokus stand.

Es wird Nacht im Ignatius-Lötschert-Haus…und ein weiterer Hitzetag ist für Bewohner und Mitarbeiterinnen überstanden. (Foto: Uli Schmidt)

Horbach. Der Klimawandel führt zu immer häufigeren und intensiveren Hitzeperioden, was besonders ältere, pflegebedürftige Menschen gefährdet. Dies war ein zentrales Thema der Sommerklausur des Fördervereins des Ignatius-Lötschert-Hauses im Buchfinkenland, an dem Mitglieder, der Vorstand sowie die Haus- und Pflegedienstleitung teilnahmen.

Nadine Galke, die Einrichtungsleiterin, betonte die Notwendigkeit von Hitzeschutzmaßnahmen und ausreichender Flüssigkeitszufuhr für die Bewohner. Pflegedienstleiter Dennis Grahn wies darauf hin, dass auch die Pflegekräfte unter den hohen Temperaturen leiden. Bereits bestehende Maßnahmen wie Ventilatoren und die Verteilung von Wassermelonen und Eis wurden gelobt. Dennoch forderten Vereinsmitglieder vom Träger weitere Investitionen in den Hitzeschutz, beispielsweise durch Förderprogramme für eine Klimaanlage. Kurzfristig übernimmt der Förderverein die Kosten für zusätzliche Sonnenschirme und ein Faltzelt.

Ein weiterer Punkt der Diskussion war der Mitgliederschwund im Verein, wie Schriftführer Franz-Josef Jung berichtete. Von fast 200 Mitgliedern sind nur noch 138 übrig. Gaby Schlosser, die zweite Vorsitzende, hofft auf baldige Pläne zur Weiterentwicklung des Hauses. Trotz der Reduzierung von Leiharbeit bleibt die Gewinnung qualifizierter Fachkräfte schwierig. Positiv wurde die erfolgreiche Ausbildung von zwei Kenianerinnen zur Pflegefachkraft aufgenommen, die im Haus bleiben möchten. Zudem starteten am 1. August 2026 drei neue Auszubildende ihre Karriere im Pflegebereich.



Weitere Themen waren eine mögliche Kooperation mit dem benachbarten Wildpark, der Neustart des Projekts "555 Schritte - fit bis ins hohe Alter" im Frühjahr 2027, der Einsatz von Künstlicher Intelligenz bei Dokumentationen und ein Beitrag zur bundesweiten Demenzwoche im September.

Vereinsvorsitzender Uli Schmidt dankte allen Mitarbeitenden und rief die Region dazu auf, den Förderverein stärker zu unterstützen: "Wir marschieren unaufhaltsam in die Altenrepublik und dürfen die vielfältigen Probleme, die uns beispielsweise in der Altenpflege und der Gesundheitsversorgung erwarten, nicht länger verdrängen", so Schmidt. (PM/KI/Red)


Lokales: Montabaur & Umgebung
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