Hoffnung trotz Vandalismus: Der Westerwald vereint sich mit der Ahmadiyya Gemeinde
Ein Vorfall in Bad Marienberg hat die Region erschüttert: Ein Schweinekopf wurde vor einer Moschee platziert, und das Gebäude wurde beschädigt. Der Arbeitskreis Soziales Westerburg zeigt sich solidarisch und lädt Vertreter der betroffenen Gemeinde ein.
Westerburg. Kürzlich fand eine Sitzung des Arbeitskreises Soziales Westerburg statt, bei der Vertreter der Ahmadiyya Muslim Gemeinde eingeladen wurden, um über die jüngsten Vandalismusfälle an der Bait-ul-Quddus-Moschee in Bad Marienberg zu sprechen. Rashid Mahmood und Mazen Uklah berichteten von den Ereignissen, die sich vor rund vier Wochen ereignet hatten: Ein abgetrennter Schweinekopf lag vor der Moschee, und nur zwei Tage später wurden ein massives Treppengeländer beschädigt und Schmierereien hinterlassen. Diese Vorfälle haben viele Gemeindemitglieder verunsichert, erklärte Rashid Mahmood, zuständig für den interreligiösen Dialog: "Daraufhin haben wir viel Unterstützung aus der Region erlebt - was uns Mut macht. Trotzdem werden wir hellhörig, denn bundesweit werden die Stimmen gegen die islamische Gemeinde lauter - und wenn diese Stimmen von der Politik kommen, macht uns das Sorgen."
Mazen Uklah, ehemaliges Vorstandsmitglied der Gemeinde, betonte die Bedeutung der Aufklärungsarbeit: "Wir dürfen nicht nachlassen, uns für Projekte einzusetzen, die die Demokratie und den Frieden fördern." Auch der Arbeitskreis Soziales Westerburg setzt sich für diese Ziele ein. Kai Zander von der Regionalen Diakonie Westerwald Rhein-Lahn versicherte: "Die Ahmadiyya Muslim Gemeinde ist seit einigen Jahren ein zuverlässiger Partner, der unsere Wertschätzung verdient hat. Wir stehen fest an Eurer Seite und verurteilen anti-muslimische Aktionen wie diese aufs Schärfste."
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Nadine Bongard, Bildungsreferentin des Evangelischen Dekanats Westerwald, unterstrich das Engagement der Gemeinde für das Gemeinwohl: "Wir als Arbeitskreis sind beeindruckt von den Aktionen und dem Einsatz der Gemeinde. Die Religionsfreiheit ist eine Errungenschaft, die geschützt werden muss", sagte sie. "Wir alle gehören zu dieser Gesellschaft, und wir alle müssen etwas dazu beitragen, damit diese Gesellschaft gesund bleibt."
Der Arbeitskreis Soziales Westerburg ist eine Kooperation von Vertretern der Stadt und Verbandsgemeinde Westerburg, der Kirchen, Schulen und sozialer Einrichtungen wie der Regionalen Diakonie Westerwald oder der WeKISS. Red
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