Chillige Beats und goldene Stunden: Gelungener Sommerabschluss beim Hachenburger "Golden Markt"
Von Helmi Tischler-Venter
Chillige Beats, spritzige Cocktails und ein lauer Sommerabend, der den Alten Markt in goldenes Licht tauchte: Besser hätte das Finale der diesjährigen „Golden Markt“-Reihe am Donnerstagabend kaum laufen können. Der Hachenburger Marktplatz verwandelte sich ein letztes Mal für dieses Jahr in eine stilvolle Open-Air-Chillout-Lounge. Ein Hauch von mediterranem Dolce Vita zog mitten durch den Westerwald.
Hachenburg. Bei freiem Eintritt strömten die Besucher ab 19.15 Uhr herbei, um den Sommerabend entspannt ausklingen zu lassen. Das Herzstück des Abends war die weiße Bühne, die mittendrin auf dem Marktplatz direkt neben dem goldenen Löwen platziert war. Ein Konzept, das voll aufging: Bürgermeister Stefan Leukel zog eine positive Bilanz und berichtete, dass diese zentrale Platzierung vom Publikum hervorragend angenommen wurde. Der große Vorteil: Die Künstler waren dadurch von allen Seiten und für jeden Besucher perfekt sichtbar, was für eine besonders nahbare und gemeinschaftliche Atmosphäre sorgte.
Musikalisch hatte die „Hachenburger KulturZeit“ für den Abschluss ein echtes Highlight an Land gezogen. Zu Gast war Jan Loechel, in der Musikszene bekannt als „The Electronic Singer-Songwriter“. Loechel, der unter anderem dem weltweiten Nummer-1-Hit „Infinity 2008“ seine Stimme lieh und bereits mit Größen wie „“Fury in the Slaughterhouse oder „The BossHoss“ arbeitete, bewies auch in Hachenburg sein ganzes Können. Kulturreferentin Beate Macht hatte den Musiker bei einem privaten Norderney-Urlaub getroffen und mit ihm überlegt, wie die „Milchbar“ in Hachenburg aussehen könnte: ohne Meer, dafür mit besonderem Flair.
Mit seiner markanten Stimme, der akustischen Gitarre und fein abgestimmten elektronischen Klanglandschaften traf er genau den Nerv des Publikums. Seine Songs – eine Mischung aus persönlichen, emotionalen Texten und tanzbaren, elektronischen Sounds – spiegelten das wider, was den Charakter des „Golden Markt“ ausmacht. Dass Loechel seit über zehn Jahren fester Bestandteil der renommierten „Milchbar“-Compilations von Blank & Jones ist und regelmäßig bei den Sunset Sessions auf Norderney auftritt, war in jedem Set spürbar: Der relaxte Groove sprang sofort auf die Gäste über. Loechel forderte immer wieder zum Tanzen auf. Die Tanzwilligen waren zu Beginn des Konzerts noch spärlich vor der Bühne vertreten, aber im Laufe des Abends füllten sich der Alte Markt und die Tanzfläche zusehends.
Der Künstler, der zum ersten Mal in Hachenburg war, war von dem besonderen Ambiente ganz angetan. Als mit der Dämmerung die Lichterketten an den Giebeln zur Wirkung kamen, meinte er: „Das ist hier eine tolle Kulisse, wie für einen Film.“ Den Künstler interessierte besonders, welche Menschen denn in den schönen Fachwerkhäusern wohnen.
Passend zu den Deep-House-, Soul- und Electro-Klängen genossen die Besucher den eigens für die Eventreihe kreierten Signature-Cocktail „Golden Spritz“, der auch in einer alkoholfreien Variante reißenden Absatz fand. Am Ende des Abends waren sich die Gäste einig: Der dritte und letzte „Golden Markt“ war ein rundum gelungener Mix aus Urlaubsflair, hochkarätiger Live-Musik und bester regionaler Geselligkeit. Jan Loechel selbst hatte so viel Spaß, dass er unbedingt wiederkommen will. Man kann also bereits die Vorfreude genießen. htv
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