Pressemitteilung vom 23.08.2026 
Faszinierende Heuschrecken-Exkursion rund um Guckheim
Bei sommerlichen Temperaturen erkundeten zahlreiche Naturfreunde rund um Guckheim die heimische Heuschreckenwelt. Die Masgeik-Stiftung und der NABU Guckheim vermittelten dabei faszinierende Einblicke in Artenvielfalt, Anpassung sowie Lebensräume der Insekten.
Guckheim. Bei einer gemeinsamen Exkursion der Will und Liselott Masgeik-Stiftung sowie des NABU Guckheim erhielten Naturinteressierte spannende Einblicke in die Welt der Heuschrecken. Trotz Temperaturen von mehr als 30 Grad Celsius machten sich Jung und Alt auf den Weg in die Natur rund um Guckheim.
Klimagewinner und Bedeutung von Feuchtgebieten
Exkursionsleiterin Sybille Hennemann, Vorstandsmitglied der Stiftung, erläuterte den Teilnehmenden, dass wärmeliebende Arten wie die Blauflügelige Ödlandschrecke, das Weinhähnchen sowie die nah verwandte Gottesanbeterin von den heißen Sommern profitieren. Diese Insekten breiten sich zunehmend auch in den höheren Lagen des Westerwaldes aus.
Gleichzeitig wurde deutlich, dass die meisten Arten trotz ihrer Vorliebe für Wärme auf Feuchtigkeit angewiesen sind. Auf einer blütenreichen Talwiese nahe dem Elbbach zeigten sich mit dem Gemeinen Grashüpfer, der Großen Goldschrecke und dem Wiesengrashüpfer deutlich mehr Tiere als auf der angrenzenden, trockenen und kurzrasigen Weide.
Biologische Besonderheiten und Lauterzeugung
Anhand einer weiblichen Roesel's Beißschrecke im Beobachtungsglas erklärte Hennemann den Unterschied zwischen den Geschlechtern. Ein vermeintlicher Stachel entpuppte sich als Legeröhre, mit der Weibchen Grashalme anstechen und dort Eier ablegen.
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Zudem lernten die Kinder spielerisch die Sprungkraft der Strauchschrecke kennen. Auch die Geräuschentwicklung kam zur Sprache: Das Zirpen, in der Fachsprache als Stridulieren bezeichnet, erzeugen Heuschrecken durch das Aneinanderreiben ihrer Hinterbeine oder Flügel.
Vielfalt am Rand der Tongrube
Am Rand der Guckheimer Tongrube präsentierte die Gruppe zum Abschluss alle zehn im Laufe des Nachmittags entdeckten Heuschreckenarten. Dies entspreche etwa einem Achtel aller in Deutschland heimischen Arten. Vor Ort ordneten die Anwesenden die Tiere in Langfühler- und Kurzfühlerschrecken ein. Dabei fiel besonders die sichelförmige Legeröhre der Gemeinen Sichelschrecke auf, die in den Hochstauden am Grubenrand lebte.
Nach der dreistündigen Veranstaltung bedankte sich Philipp Schiefenhövel, Naturschutzreferent der Stiftung, bei den Teilnehmenden, dem NABU Guckheim sowie bei Sybille Hennemann für die fachkundige und kindgerechte Führung. (PM/KI/Red)
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