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Nachricht vom 16.08.2026    

Das Forstamt Hachenburg feierte mit vielen Besuchern den "Tag der offenen Tür"

Von Wolfgang Rabsch

Ganz schön was los war am Sonntag (16. August 2026) auf dem Gelände des Forstamts Hachenburg und dem Waldbildungszentrum. Anlässlich des "Tags der offenen Tür" bewies diese Veranstaltung, dass sich inzwischen sehr viele Menschen für Nachhaltigkeit und Schutz des Waldes interessieren.

Die Holzrückeprofis mit den Pferden "Kyra" und "Prinz". (Alle Fotos: Wolfgang Rabsch)

Hachenburg. Angesichts der zurzeit herrschenden Dürreperiode und der Horrornachrichten von riesigen Waldbränden, die unfassbar viel Schäden anrichten, und dabei schon fast apokalyptische Ausmaße erreichen, wird es höchste Zeit, sich mal Gedanken darüber zu machen, wie das noch alles enden soll, wenn mit der Natur weiter rücksichtslos so viel Schindluder getrieben wird.

Der Wald hat schon bessere Zeiten erlebt
Man kann die Augen nicht vor der harten Realität verschließen, jedoch diente der "Tag der offenen Tür" beim Forstamt in Hachenburg nicht dazu, den Besuchern den Tag zu vermiesen und ihnen ein schlechtes Gewissen einzureden. Nein, im Gegenteil: Auf leichte Art und auch spielerisch, ohne erhobenen Zeigefinger, konnten sich die Besucher über die wichtige Aufgabe der Forstbetriebe aus erster Hand informieren und viele neue Erkenntnisse mit nach Hause nehmen. Bei schönem Sommerwetter und nicht zu großer Hitze, wurden auf dem Gelände des Forstamts viele Möglichkeiten präsentiert, sich fachlich beraten zu lassen, aber auch selbst Hand anzulegen, um das Material Holz zu bearbeiten.

Es fiel auf, dass sehr viele junge Familien mit ihren Kindern die Veranstaltung besuchten und sich sehr interessiert zeigten, wenn ihnen engagierte Mitarbeiter des Forstamts bei verschiedenen Gelegenheiten Rede und Antwort standen.

Monika Runkel war "Försterin des Jahres 2025"
Der Autor dieses Artikels hatte die Ehre und das Vergnügen, Forstamtsleiterin Monika Runkel persönlich anzutreffen und ihr noch nachträglich zur grandiosen Wahl als "Försterin des Jahres 2025" zu gratulieren. "Besser zu spät als nie", kommentierte schmunzelnd die Forstamtsleiterin die nachträgliche Gratulation.

Auszug aus ihrer Würdigung anlässlich der Preisverleihung in Berlin: "Monika Runkel aus Hachenburg ist engagierte Leiterin des Forstamts Hachenburg im Westerwald und wurde als 'Försterin des Jahres' ausgezeichnet. Sie setzt sich leidenschaftlich für die ökologische Wiederbewaldung, wasserfreundliche Waldwirtschaft und Bildung für nachhaltige Waldentwicklung ein. Die Kommunikation und die Förderung von Bildung für Forstleute liegen ihr besonders am Herzen, um die Branche auf die Herausforderungen des Klimawandels vorzubereiten."




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Vorführungen im Stadtwald
Der "Tag der offenen Tür" informierte nicht nur interessierte Besucher. Auch Menschen, die im Besitz von Privatwald oder Brennholzverwerter sind, wurden angetroffen. Vom Forstamt aus bestand die Gelegenheit, mit einem Shuttlebus in den Stadtwald von Hachenburg zu fahren, um dort Vorführungen zu bestaunen, mit welchen Gerätschaften Bäume gefällt und zum Abtransport aufgestapelt werden.

Bildungsreferent Felix Reusch und Fachlehrer Heiko Siebigteroth führten den interessierten Besuchern im Stadtwald hautnah die Fällung von Bäumen, mit Seil unterstützt, oder mit einem funkgesteuerten Fällkeil, vor. Sehr beeindruckend verlief die Vorführung der Firma Bach und Bach, die einen "Harvester Komatsu" bei der Waldarbeit präsentierten. Die Maschinen fixieren die Bäume, fällen sie, können die Stämme entasten und für den Abtransport mit schweren Transportmaschinen ablegen.

"Kyraa" und "Prinz": zwei beeindruckende Rückepferde
Wenn das Gelände zu unwegsam für Maschinen ist, kommen Holz-Rückepferde zum Einsatz. Blickfang auf dem Gelände des Forstamts waren zwei Rückepferde von Manuela und Hubert Zimmermann aus Altwindeck, "Prinz" und "Kyra", die mit kraftvoller Eleganz und Schönheit beeindruckten.

Zudem konnten sich Interessierte von Fachkräften des Fortsamts über effektive Waldbewirtschaftung, sowie den Schutz von Waldböden und Trinkwasser informieren lassen. Bei dieser Gelegenheit wurde auch für eine zukunftsorientierte Aus-, Fort-, und Weiterbildung geworben. An einem weiteren Stand auf dem Gelände des Forstamts informierte die Sozialversicherung für Landwirtschaft, Forsten und Gartenbau über persönliche Schutzausrüstung, sowie wirksamen Sonnen- und Zeckenschutz. Wer dauernd im Wald arbeitet, der ist auch einigen Gefahren ausgesetzt, das sollte nicht unerwähnt bleiben.

Summa summarum verlief der Tag der offenen Tür im Sinne der Veranstalter und wird bei diesem am Ende der Veranstaltung, mit Sicherheit ein zufriedenes Resümee hervorgerufen haben. (WR)


Mehr dazu:   Veranstaltungsrückblicke  
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