Beben in Koblenz: Thomas Anders, die "Höhner" und die "festival:philharmonie westfalen"
Von Wolfgang Rabsch
Eine Mischung aus verschiedenen Genres versprach einen sehr spannenden Konzertverlauf. Das Konzept ging voll auf, die Erwartung an das Konzert wurde noch bei weitem übertroffen. Jeder Konzertbesucher ist Zeuge der unglaublichen Wucht eines Events geworden, das man noch lange in Erinnerung behalten wird.
Koblenz. Als geschätzte 1.500 Zuschauer nach Ende des Konzerts die Rhein-Mosel-Halle verlassen wollten, bildete sich natürlich am Ausgang ein großer Rückstau. Der Autor dieses Artikels befand sich ebenfalls mittendrin, als er mit einem Mann mittleren Alters ins Gespräch kam. Er war noch vollkommen "on fire" von dem Konzert und meinte, im Original Koblenzer Dialekt, frei übersetzt: "Seit vielen Jahren besuche ich Veranstaltungen in der Rhein-Mosel-Halle, unter anderem Karnevalssitzungen, Konzerte und Theateraufführungen. Was ich heute erlebt habe, das kann ich kaum begreifen, denn so etwas habe ich noch nie erlebt, dass ein Publikum in dieser Art während eines Konzerts aus der Haut gefahren ist und eine unfassbare Stimmung in der Halle erzeugte." Diesem fachmännischen Urteil des "Kowwelenzers" ist nichts weiter hinzuzufügen. Es ist anzunehmen, dass die 1.500 Menschen seine Meinung blind unterschreiben würden.
Was war der Grund für diese Ekstase?
Die VR Bank RheinAhrEifel eG hatte zum Konzert "Höhner Classic mal Anders" in die Rhein-Mosel-Halle nach Koblenz eingeladen. Als Hauptakteure des Events konnten Künstler gewonnen werden, die national und international einen hervorragenden Ruf erlangt haben. Die Rede ist von der kölschen Kultband "Höhner" und von Thomas Anders, der in Koblenz beheimatet ist. Einen epischen Kick verlieh dem grandiosen Auftritt das Orchester "festival:philharmonie westfalen", das schon viele internationale Topstars bei ihren Konzerten begleitet hat. Dirigent des Orchesters ist Michael Zlabinger.
Zu Thomas Anders braucht man nicht viel zu sagen. Durch das Super-Duo "Modern Talking" hat er, zusammen mit Dieter Bohlen, Weltruhm erlangt. Die "Höhner" müssen auch nicht weiter beschrieben werden, denn sie sind im gesamten Rheinland eine Institution, in erster Linie im Karneval, aber auch bei vielen Konzerten in der gesamten Republik. Die Mischung aus verschiedenen Genres versprach einen sehr spannenden, aber auch unterhaltsamen Konzertverlauf. Das Konzept ging voll auf, die Stimmung war grandios und die Erwartung an das Konzert wurde noch bei weitem übertroffen. Jeder Konzertbesucher, ohne Ausnahme, würde bestätigen, dass er Zeuge eines Events geworden war, das man durch die unglaubliche Wucht noch lange in Erinnerung behalten wird.
Ein Konzert auf allerhöchstem Niveau
Nach der Begrüßung durch Jan Burkhard und Sascha Monschauer von der VR Bank RheinAhrEifel eG startete das Programm mit den Höhnern und dem Orchester. Bereits der Begrüßungsjubel für die Akteure hatte kaum noch Luft nach oben. Es hört sich alles etwas übertrieben an, doch es kann versichert werden, dass das Konzert insgesamt gesehen, beinahe alle Ketten sprengte. Das Publikum hatte die Musiker auf der Bühne voll im Griff und forderte und forderte, und die Akteure gaben dem Publikum alles, wozu sie in der Lage waren. Um es bildlich auszudrücken: Man würde wahrscheinlich eher eine Nadel in einem Heuhaufen finden, als einen Kritikpunkt am Verlauf des Konzerts.
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Etwa dreiviertel des Konzerts bestritten die Höhner zusammen mit dem Orchester, wobei natürlich die Hits der Höhner euphorisch gefeiert wurden, unter anderem bei "Prinzessin", "Kumm loss mer fiere", "Was wäre, wenn" und "Viva Colonia".
In der Halle hätte man den Eindruck gewinnen können, dass Koblenz ein Vorort von Köln ist, denn diese Lieder wurden textsicher vom gesamten Saal in kölschem Dialekt mitgesungen. Wie bereits erwähnt, kann die Stimmung kaum mit Worten gefasst werden, man muss dabei gewesen sein.
Thomas Anders steigert, was kaum noch zu steigern war
Plötzlich brach grenzenloser Jubel aus, als Thomas Anders, ohne Ankündigung, sich von der Seite auf die Bühne "schlich". Für ihn wurde es in seiner Heimatstadt ein Heimspiel, denn nun flippten die Besucher vollkommen aus, und auch der Sound wurde etwas poppiger. Thomas, bescheiden wie immer, bekannte sich zu seiner Heimatstadt und begann seinen Auftritt mit den Worten. "Als Erstes singe ich den Hit, der mein Leben vollkommen auf den Kopf stellen sollte: 'You’re my heart, you’re my soul'". Die Halle verwandelte sich in ein Tollhaus, man musste besorgt sein, dass die Statik den Druck der Massen aushalten konnte. Es folgten weitere Hits von Modern Talking, unter anderem "Cheri, Cheri Lady" und "Brother Louie". Durch die Unterstützung der Höhner und des Orchesters, bekamen die Hits von Thomas Anders zusätzlich eine immense Wucht, die durch Mark und Bein zog.
Den Schlusspunkt des grandiosen Konzerts setzte der Welthit "Music" von John Miles, zu dem sich wieder Thomas Anders gesellte. Die Musiker präsentierten eine Interpretation des Klassikers, dass es dem Kenner der Musikszene die Sprache hätte verschlagen können. Damit es nicht zu kitschig und zu rührselig wird, kann auf die vorhergehende Beschreibung Bezug genommen werden. Standing Ovation und Jubel, der sich fast zu einem Orkan ausweitete.
Besucherinnen bekamen ihr Traumfoto
Kleine Anekdote am Rande des Konzerts: Während der Pause lernte der Autor dieses Artikels Susanne und Anke aus Neuwied kennen. Anke fiel deshalb auf, weil sie ein T-Shirt mit dem Aufdruck "Cheri, Cheri Lady" trug. Beide Damen bekundeten unisono, dass sie fanatische Fans von Modern Talking gewesen wären und heute eigentlich nur wegen Thomas Anders das Konzert besuchen würden. Sie würden sich seit 1984 kennen und wären BFFs, sie gingen durch dick und dünn und seien glücklich verheiratet (angeblich). Ihr größter Wunsch wäre, dass sie endlich an ein gemeinsames Foto mit Thomas Anders gelangen könnten. Der Autor dieses Artikels versprach ihnen, sein Möglichstes zu tun, um ihren Wunsch zu erfüllen.
Dann nahte der große Augenblick, als Thomas Anders die Bühne betrat. Flugs wurden die beiden Damen per Handzeichen zur Bühne gerufen, als Thomas den Hit "Cheri, Chéri Lady" zum Besten gab. So entstand das gemeinsame Foto, das das Trio gemeinsam abbildete. Es kann davon ausgegangen werden, dass die Kuriere neue Leser gewonnen haben. (WR)
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