Niedrigwasser im Rhein: Frachtschiffe müssen Ladung reduzieren
Das anhaltende Niedrigwasser im Rhein sorgt für erhebliche Probleme bei der Schifffahrt. Experten warnen vor einer möglichen "Zweiteilung des Rheins", sollten die Wasserstände weiter sinken.
Berlin. Wegen des anhaltenden Niedrigwassers schlagen die Binnenschifffahrer Alarm. An dem für Schifffahrt und Wirtschaft wichtigen Pegel Kaub wird im Laufe der Woche erstmals ein nur noch einstelliger Wert erwartet, sagte Jens Schwanen, Geschäftsführer des Bundesverbandes der Deutschen Binnenschifffahrt (BDB), der "Rheinischen Post". Die gewerbliche Schifffahrt könne bei solch niedrigen Wasserständen in der Region keinen Gütertransport mehr durchführen. Auch die Tagesausflugs- und Kreuzfahrtschifffahrt sei betroffen, warnte er. "Im Prinzip ist der Rhein damit nicht mehr durchgängig befahrbar und damit zweigeteilt", so Schwanen. Zwischen den ARA-Häfen Amsterdam, Rotterdam und Antwerpen sowie Nordrhein-Westfalen bis etwa Köln könne der Schiffsverkehr über den Rhein und das westdeutsche Kanalgebiet weiterhin stattfinden. Weiter südlich gebe es Schiffsverkehr an den Nebenflüssen Neckar, Mosel und Main sowie auf dem Main-Donau-Kanal. Das Niedrigwasser belastet die deutsche Wirtschaft bereits seit Wochen. Schiffe können bei geringen Pegelständen weniger Ladung aufnehmen, wodurch Transportkosten steigen und Lieferketten unter Druck geraten. (dpa/bearbeitet durch Red)
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