Pressemitteilung vom 06.08.2026 
Neue Regeln und Chancen im neuen Schuljahr in Rheinland-Pfalz
Zum Start des neuen Schuljahres in Rheinland-Pfalz setzt die Bildungsministerin auf ein ausgewogenes Verhältnis von Leistungsmotivation und sozialen Kompetenzen. Neue Handyregeln und Initiativen in der Bildung stehen im Fokus.
Mainz. In den rheinland-pfälzischen Schulen soll der Fokus verstärkt auf der Freude am Lernen statt auf Leistungsdruck liegen. "Leistungsfreude, nicht Leistungsdruck - dieses Leistungsbild ist es, das ich für unsere Schülerinnen und Schüler möchte", erklärte Bildungsministerin Ute Eiling-Hütig (CDU) zum Schuljahresbeginn in Mainz. Sie betonte, dass Leistung an sich positiv sei und nichts Negatives darstelle.
Handys in der Schule
Ab Februar nächsten Jahres treten strengere Regelungen für die Nutzung digitaler Endgeräte in Kraft. Private Nutzung wird während der gesamten Schulzeit verboten, einschließlich Pausen und Ganztagsangebote. Die Geräte müssen ausgeschaltet und unsichtbar verwahrt werden, wobei die genaue Aufbewahrung den Schulen überlassen bleibt. Diese Maßnahmen betreffen Schüler bis zur 10. Klasse. Ausnahmen sind bei medizinischer Notwendigkeit möglich. "Wir nehmen damit sozialen Druck von jungen Menschen, immer erreichbar, immer online zu sein", so Eiling-Hütig.
Schüler und Lehrkräfte
Im neuen Schuljahr werden rund 40.150 Erstklässler erwartet. Insgesamt lernen 552.400 Schüler an 1.661 Schulen. Es gibt 225 zusätzliche Lehrerstellen und rund 940 Neueinstellungen, was die Zahl der Lehrkräfte auf etwa 45.500 ansteigen lässt. Derzeit sind noch 101 Stellen offen, aber 90 weitere werden für Absolventen der Studienseminare bereitgehalten.
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Ganztag und Schulsport
Mit dem Rechtsanspruch auf Ganztagsbetreuung ab 2026/2027 erhalten mehr Kinder Förderung und Eltern eine bessere Vereinbarkeit von Familie und Beruf. 13 neue Schulen bieten nun Ganztagsangebote. Im Bereich Schulsport kommen Kaiserslautern und Neustadt als neue Schulschwimmzentren hinzu, um mehr Kindern Schwimmunterricht zu ermöglichen. Zudem wird das Netzwerk der Partnerschulen des Sports weiter ausgebaut.
Finanz- und Wirtschaftskompetenz
Die Schulen erhalten Unterstützung beim Gründen von Schülerunternehmen. Ökonomische Bildung soll stärker in den Unterricht integriert werden, ohne ein eigenes Fach einzuführen.
Digitale Bildung
30 weitere Schulen führen Informatik als Pflichtfach ein, wodurch insgesamt 58 Schulen beteiligt sind. Über 280 Lehrkräfte werden zu Informatiklehrkräften weitergebildet. Ein KI-Assistent unterstützt Deutschlehrkräfte der Klassen 5 und 6, und eine einheitliche Schulmanagement-Software wird eingeführt.
(dpa/KI/bearbeitet durch Red)
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