Pressemitteilung vom 04.08.2026 
Klarheit gefordert: Rheinland-Pfalz vor Herausforderungen bei Milliardeninvestitionen
Beim 13. Plattformgespräch in Koblenz fordern Landrätinnen, Landräte und Oberbürgermeister gemeinsam mit der IHK eine klare Investitionsstrategie für den Landesanteil am Sondervermögen Infrastruktur und Klimaneutralität. Die Mittel sind vorhanden, doch ohne Prioritäten droht Stillstand.
Koblenz. Am 4. August kamen führende Vertreter aus Politik und Wirtschaft zum 13. Plattformgespräch zusammen, um über die Zukunft des Sondervermögens Infrastruktur und Klimaneutralität (SVIK) zu beraten. Landrätinnen, Landräte, Oberbürgermeister und die Industrie- und Handelskammer (IHK) betonten die Dringlichkeit einer klaren Investitionsstrategie für Rheinland-Pfalz. Während die Kommunen bereits konkrete Projekte priorisieren, bleibt unklar, welche Schwerpunkte das Land setzen wird.
Die Gesprächsteilnehmer sehen das Sondervermögen als bedeutenden Schritt zur Überwindung des Investitionsstaus in Deutschland. Dennoch sind sie sich einig, dass finanzielle Mittel allein nicht genügen, um einen wirtschaftlichen Aufschwung zu bewirken. "Das Sondervermögen bietet eine große Chance für Rheinland-Pfalz. Doch Geld allein baut keine Straßen, modernisiert keine Hochschulen und schafft keine Innovationen. Erst klare Prioritäten und eine konsequente Umsetzung machen aus Milliardeninvestitionen neues Wachstum", erklärte Susanne Szczesny-Oßing, Präsidentin der IHK.
Ein zentrales Anliegen ist die Beschleunigung von Planungs-, Genehmigungs- und Vergabeverfahren. Weniger Bürokratie und gut ausgestattete Behörden sind essenziell, damit Projekte nicht jahrelang in Verfahren feststecken. Nur durch zügige Realisierung können die Investitionen ihre volle Wirkung entfalten.
Besondere Bedeutung messen die Teilnehmer Projekten wie der Mittelrheinbrücke, der Sanierung der Europabrücke auf der B9 in Koblenz sowie Investitionen in die medizinische Versorgung und den Ausbau von Hochschulen und Innovationszentren bei. "Jetzt entscheidet sich, ob aus dem Sondervermögen ein echter Wachstumsschub für Rheinland-Pfalz wird", so Szczesny-Oßing weiter.
Am Plattformgespräch nahmen unter anderem Volker Boch, Anke Beilstein, Achim Hallerbach, David Langner, Miroslaw Kowalski, Gabriele Wieland sowie IHK-Präsidentin Susanne Szczesny-Oßing und weitere Vertreter der IHK teil. PM/Red
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