Pressemitteilung vom 31.07.2026 
Waldpädagogik im Brexbachtal: Ein Netzwerk für die Zukunft
Pädagogen aus ganz Rheinland-Pfalz versammelten sich im Brexbachtal, um über die Bedeutung der Naturerfahrung für Kita-Kinder zu diskutieren. In verschiedenen Workshops tauschten sie sich über innovative Ansätze in der Wald- und Naturpädagogik aus.
Höhr-Grenzhausen. Im Brexbachtal fand das sechste Treffen des Netzwerks "Wald- und Naturpädagogik" statt, organisiert von der Interessengemeinschaft Erlebnis-, Natur-, Umweltpädagogik (IGENU). Rund 60 Fachkräfte aus verschiedenen Regionen von Rheinland-Pfalz kamen zusammen, um sich über die Gründung und Weiterentwicklung von Waldkindergärten auszutauschen. Das Netzwerk, seit sechs Jahren aktiv, zielt darauf ab, Vorschulkindern ein Aufwachsen in Naturräumen zu ermöglichen und so dem Mangel an Naturerfahrungen entgegenzuwirken.
Nach einem Überblick über die aktuelle Arbeit der "Naturraum-Bildung in RLP" durch Dr. Andy Schieler von der FH Koblenz, konnten die Teilnehmenden an verschiedenen Workshops teilnehmen. Diese behandelten Themen wie "Literatur und darstellendes Spiel im Wald", "Instrumente und Geräusche aus Naturmaterial", "Schnitzen", "Hochsensible Kinder in der Natur", "Coyote Teaching/Wildnis-Pädagogik für U6-Kinder" sowie "Seile und Knoten". Die Fachkräfte ermutigten sich gegenseitig, kreative Wege zur Umsetzung waldpädagogischer Angebote zu finden und Herausforderungen beharrlich zu begegnen.
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Pädagogische Vorteile
Ein zentrales Thema war auch der Einfluss des Klimawandels auf die Wälder, der in Zukunft weiter untersucht werden soll. Der Konsens der Anwesenden ist, dass das Recht auf Lernen und Leben in der Natur als Teil der Kinderrechte betrachtet werden sollte. Alle Fachkräfte beobachteten, dass "Waldkinder" in ihrer körperlichen, sozialen und geistigen Entwicklung vom täglichen Aufenthalt in der Natur profitieren.
Neben den pädagogischen Vorteilen sprechen auch finanzielle Aspekte für die Unterstützung von Wald- und Naturkindergärten: geringere Bau- und Unterhaltungskosten, Flexibilität bei Kinderzahlen und effiziente Nutzung bestehender Naturplätze. Das steigende Interesse von Fachkräften und Eltern fördert zudem die Weiterentwicklung dieser Betreuungsform. Durch die Qualifizierung von Fachkräften wird sichergestellt, dass junge Kinder sicher und professionell betreut werden. Der jährliche Forum-Tag, organisiert von Karsten Schröter, Jennifer Hommer, Dr. Ute Hartmann, Ralf Eisel und Stefan Brog, wurde dieses Jahr durch Achim Opper und Jenny Burggraf erweitert. (PM/Red)
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