Hitzewelle in Rheinland-Pfalz: Über 1.200 Hitzetote in diesem Jahr
Die anhaltende Hitze hat in Rheinland-Pfalz zu einem deutlichen Anstieg der hitzebedingten Todesfälle geführt. Das Robert Koch-Institut (RKI) meldet alarmierende Zahlen für das laufende Jahr.
Mainz. In Rheinland-Pfalz sind nach Schätzungen des Robert Koch-Instituts (RKI) bis zum 19. Juli mehr als 1.200 Menschen an den Folgen extremer Hitze gestorben. Konkret liegt die Zahl der hitzebedingten Sterbefälle bei 1.230, wie aus dem aktuellen RKI-Wochenbericht zur hitzebedingten Mortalität hervorgeht. Damit übersteigt die diesjährige Zahl bereits die Gesamtzahlen aller Jahre seit 2016. Besonders hoch war die Zahl der Hitzetoten im Jahr 2018 mit etwa 570 Fällen.
In diesem Jahr kommen auf 100.000 Einwohnerinnen und Einwohner 29,3 hitzebedingte Todesfälle. Zum Vergleich: Im vergangenen Jahr waren es lediglich 6,5. Der höchste Wert in den letzten zehn Jahren wurde 2022 mit geschätzten 12,7 Fällen pro 100.000 Einwohner verzeichnet.
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Deutschlandweit schätzt das RKI die Zahl der hitzebedingten Todesfälle bis zum 19. Juli auf fast 10.000. Die genaue Zahl lag bei 9.800, was ebenfalls mehr als in jedem Jahr seit 2016 ist. Auch hier war 2018 ein besonders betroffenes Jahr mit rund 9.000 Toten.
Der Großteil der hitzebedingten Sterbefälle im Jahr 2026 - mehr als 5.000 - wird vom RKI auf die heißen Tage in der zweiten Junihälfte zurückgeführt. Während dieser Zeit kam es deutschlandweit vielerorts zu Temperaturen um 40 Grad. (dpa/bearbeitet durch Red)
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