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Nachricht vom 29.07.2026    

Erster Nachweis des West-Nil-Virus in Rheinland-Pfalz sorgt für Aufmerksamkeit

Eine Infektion mit dem West-Nil-Virus wurde erstmals in Rheinland-Pfalz festgestellt. Der Fall wirft neue Fragen zur Verbreitung und Prävention auf.

26 Infektionen mit West-Nil-Virus in Deutschland. Foto: Andreas Lander/dpa-Zentralbild/dpa

Ludwigshafen. Eine Infektion mit dem West-Nil-Virus ist erstmals in Rheinland-Pfalz nachgewiesen worden - höchstwahrscheinlich durch einen Mückenstich im Rhein-Pfalz-Kreis. Dies teilte die Kreisverwaltung mit. Die betroffene Person sei nicht ansteckend, habe sich nicht im Ausland aufgehalten und der Nachweis erfolgte zufällig. Das Virus wird durch heimische Stechmücken auf den Menschen übertragen und ist in Teilen Deutschlands bereits verbreitet. Laut einer Charité-Studie hat es sich in Berlin etabliert. Deutschlandweit verzeichnete das Robert Koch-Institut 14 Fälle im Jahr 2025, 49 im Jahr 2024 und 16 im Jahr 2023, einschließlich infizierter Reiserückkehrer. Wissenschaftler vermuten eine hohe Dunkelziffer.

Das Virus wird primär durch Stechmücken übertragen, so der Kreis. Meist verlaufen Infektionen symptomlos, jedoch entwickeln etwa 20 Prozent der Infizierten grippeähnliche Symptome, die drei bis sechs Tage andauern. Etwa eine von hundert Personen erkrankt schwer. "Das West-Nil-Fieber heilt in der Regel folgenlos aus. Die Behandlung erfolgt rein symptomatisch, es gibt keine spezifische Therapie."




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Zum Schutz vor Stichen wird empfohlen, an mückenreichen Orten langärmlige Kleidung zu tragen. Insektenabwehrmittel, Insektizide sowie Moskitonetze und Fenstergitter sind ebenfalls hilfreich. Mückenbrutplätze sollten regelmäßig beseitigt werden. Warme Sommertage und gelegentlicher Regen bieten ideale Bedingungen für Stechmücken. Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) hat kürzlich aufgrund mehrerer Erkrankungen in Südeuropa zu erhöhter Wachsamkeit aufgerufen. (dpa/bearbeitet durch Red)


Mehr dazu:   Umwelt & Gesundheit  
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