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Pressemitteilung vom 29.07.2026    

Barrierefreie Wege in Selters: Neues Pflaster erleichtert das Gehen

Die Stadt Selters setzt ihre Bemühungen fort, die Innenstadt für alle Bürger zugänglicher zu gestalten. In der Neustraße wurde ein weiterer Schritt unternommen, um das Gehen angenehmer zu machen. Doch es gibt noch weitere Pläne.

Ein Streifen mit Betonpflaster setzt nun auch in der Neustraße die Barriere herab. (Foto: Eckhard Schneider)

Selters. Die Stadt Selters hat einen weiteren Abschnitt ihrer Innenstadt barriereärmer gestaltet. In der Neustraße wurde ein Streifen des bisherigen Granitpflasters durch glattere Betonsteine ersetzt, was den Straßenabschnitt deutlich besser begehbar macht. Diese Maßnahme ist Teil eines längerfristigen Projekts, das bereits vor einigen Jahren begonnen wurde, um die Innenstadt für alle Bürger zugänglicher zu machen.

Das grobe Granitpflaster in der Selterser Innenstadt sorgt seit Jahren für Unmut in der Bevölkerung. Aufgrund seiner unebenen Oberfläche und den tiefen, breiten Fugen wird es oft als "Holperpflaster" oder "Ruckelpiste" bezeichnet. Erschwerend kommt hinzu, dass die Steine vor rund 22 Jahren mit ihrer raueren Seite nach oben verlegt wurden, was sie für Menschen mit Rollator, Kinderwagen oder Rollstühlen nahezu unüberwindbar macht.

Bereits 2018 hatte die Stadt auf den wichtigsten Wegen zum Marktplatz sowie in Teilbereichen des Platzes das Granitpflaster durch glattere Betonsteine ersetzt und viel Zustimmung erhalten. Die Neustraße war zunächst nicht berücksichtigt worden, da sie nur über 55 Meter gepflastert ist und nicht als Hauptfußweg eingestuft wurde. Auf Wunsch der Anwohner wurde die Verbesserung nun nachgeholt.




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Stadtbürgermeister Rolf Jung betont, dass die Arbeiten weitergehen sollen: "Wir versuchen, überall Barrieren abzubauen. Umso mehr stört es uns, dass ausgerechnet der Marktplatz als zentraler Treffpunkt noch immer ein Hindernis für viele Menschen darstellt." Ein Vorschlag zur Lösung stammt von Stadtratsmitglied Klaus Nöllgen, einem Fachmann im Straßenbau. Er schlägt vor, die tiefen Fugen mit einer flüssig eingebrachten Zweikomponentenmasse zu verfüllen. Eine erste Versuchsfläche wurde bereits angelegt. "Das Einbringen der Fugenmasse ist vergleichsweise einfach. Unsere Stadtarbeiter könnten diese Arbeiten nach und nach selbst ausführen", erläutert Rolf Jung, was die Kosten in einem vertretbaren Rahmen halten würde.

Der Stadtbürgermeister denkt jedoch noch weiter: "Für echten Gehkomfort müssen auch die scharfen Kanten und Spitzen des Granitpflasters verschwinden." Die Stadt werde daher weiterhin nach machbaren Möglichkeiten suchen, das Pflaster abzuschleifen. (PM/Red)


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