Pressemitteilung vom 25.07.2026 
Kopfschütteln in Rheinland-Pfalz über Merz' Umgang mit Schnieder
Unruhe in der CDU: Bundeskanzler Friedrich Merz steht wegen seines Umgangs mit Verkehrsminister Patrick Schnieder in der Kritik. Auch in Rheinland-Pfalz sorgt das Vorgehen für Unverständnis und Empörung.
Arzfeld. Auch die rheinland-pfälzische CDU äußert scharfe Kritik am Verhalten von Bundeskanzler Friedrich Merz gegenüber Verkehrsminister Patrick Schnieder, beide CDU. Gerhard Kauth, Vorsitzender von Schnieders CDU-Gemeindeverband Arzfeld, sagte dem Berliner "Tagesspiegel": "Was Merz jetzt mit Patrick Schnieder macht, ist für uns alle unverständlich, ich halte es für skandalös." In ganz Rheinland-Pfalz herrsche Kopfschütteln, niemand könne das nachvollziehen. Merz beabsichtigt, Schnieder als Verkehrsminister zu entlassen, doch bisher ist dies nicht geschehen. Der vorgesehene Nachfolger, CDU-Finanzexperte Fritz Güntzler, hatte zunächst zugesagt, dann aber aus fachlichen Gründen wieder abgesagt. Zu diesem Zeitpunkt hatte Schnieder bereits per SMS Abschied von einigen Bundestagsabgeordneten genommen. Wie es nun weitergeht, bleibt offen.
Schnieders Bruder, der rheinland-pfälzische Ministerpräsident Gordon Schnieder (CDU), teilte auf der Plattform X eine kritische Nachricht des früheren Kanzleramtschefs Peter Altmaier (CDU) zum Vorgehen gegen den Parteifreund. Altmaier schrieb, er kenne und schätze Patrick Schnieder seit anderthalb Jahrzehnten. "Er ist ein erfahrener Fachmann, harter Arbeiter und großartiger Mensch & Freund. Der Umgang mit ihm macht mich betroffen & wütend." Laut Altmaier werde das Vorgehen weder Schnieders Person noch seiner Leistung gerecht.
Auch CDA-Vize Christian Bäumler kritisierte das Verhalten des Kanzlers. Er sagte dem "Handelsblatt", dass die Abberufung von Verkehrsminister Schnieder den Eindruck von Willkür erwecke. "Eine Bundesregierung sollte nicht wie ein Feudalkönigreich geführt werden. Diese Vorgehensweise beschädigt das Vertrauen der Menschen in die Demokratie." (dpa/bearbeitet durch Red)
Feedback: Hinweise an die Redaktion





