Pressemitteilung vom 18.07.2026 
Waldferien in Montabaur: 65 Kinder entdecken Natur und Abenteuer
Rund 65 Kinder haben bei den Waldferien in Montabaur eine Woche voller Naturerlebnisse verbracht. Im Stadtwald bei Montabaur-Horressen standen Klettern, Spurensuche, handwerkliche Arbeiten und Wissen über den Wald als Lebensraum auf dem Programm.
Montabaur. Vom 29. Juni bis 4. Juli 2026 verwandelte sich der Stadtwald an der Grillhütte in Montabaur-Horressen erneut in ein großes Waldklassenzimmer und einen Abenteuerspielplatz. Rund 65 Kinder nahmen an den Waldferien teil und verbrachten in zwei Gruppen jeweils drei Tage im Wald. Die Nachfrage war erneut so groß, dass eine Warteliste geführt werden musste.
Unter der Leitung der staatlich zertifizierten Waldpädagogin Victoria Mayer gestaltete ein Team ein vielseitiges Ferienprogramm. Unterstützt wurde es von Forstwirt und staatlich zertifiziertem Waldpädagogen Marcel Wilhelmi vom Forstrevier Montabaur-Ahrbach. Nach den wetterbedingten Herausforderungen im vergangenen Jahr herrschten diesmal sonnige und angenehme Bedingungen.
Kletteraktionen im Mischwald
Bereits vor Beginn der Waldferien war der Mischwald mit Seilaufbauten, XXL-Schaukeln und Kletterelementen vorbereitet worden. Neu war der sogenannte Monkey-Baum. Über montierte Klettergriffe konnten die Kinder den unteren Kronenbereich einer großen Buche erreichen.
Viele Kinder überwanden dabei anfängliche Unsicherheiten und erhielten einen besonderen Blick über den Wald. Die Kletteraktionen boten Gelegenheit, den Lebensraum aus einer anderen Perspektive wahrzunehmen. Sicherheit hatte dabei einen hohen Stellenwert. Moderne Ausrüstung, erfahrene Betreuer und klare Abläufe begleiteten die Übungen und ermöglichten es den Kindern, eigene Grenzen auszuloten.
Neben Bewegung und Spiel gehörte die Vermittlung von Wissen zum Programm. Viele Teilnehmer brachten bereits Kenntnisse über den Wald mit. Daran knüpften die Betreuer mit Informationen zu Artenvielfalt, Nachhaltigkeit und Klimawandel an. Rollenspiele und Perspektivwechsel als Baum, Pilz, Insekt oder Wildtier verdeutlichten, wie eng die Lebewesen des Waldes miteinander verbunden sind. Dabei wurde auch die Bedeutung des Waldes für Menschen, Tiere und Klima behandelt.
Spuren und Bilder von Wildtieren
Bei einer täglichen Spurensuche suchten die Kinder auf einer vorbereiteten Fläche nach Trittsiegeln heimischer Wildtiere. Anschließend kontrollierten sie die Aufnahmen einer Wildkamera. Diese lieferte Bilder und Videos von Fuchs, Baummarder, Specht und weiteren Waldbewohnern.
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Auch handwerkliches Arbeiten gehörte zu den Waldferien. Beim Bauen mit Holz entstanden Scherensitze, Namensschilder und Nagelbilder. Darüber hinaus schöpften die Kinder Papier, schnitzten und machten Feuer.
Einen Einblick in die Forstwirtschaft bot die Vorführung einer Baumfällung. Die Forstwirte Felix Scheloske und Marcel Wilhelmi erklärten den Ablauf ihrer Arbeit. Mit Warnwesten, Helmen und Funkgeräten ausgerüstet, beobachteten die Kinder die Arbeiten aus sicherer Entfernung. Besonders der Einsatz der Forstseilwinde am Rückeschlepper stieß auf großes Interesse.
Fachwissen für Umweltbildung
Marcel Wilhelmi brachte als staatlich zertifizierter Waldpädagoge, Forstmitarbeiter sowie erfahrener Seil- und Baumkletterer sein Fachwissen in die Kletteraktionen und die Umweltbildung ein. Die Verbindung aus praktischen Erfahrungen, Bewegung und Wissensvermittlung prägte die Waldtage.
Auch Stadtbürgermeisterin Melanie Leicher besuchte die Waldferien. Mit dem Klang eines Jagdhorns versammelte sie die Kinder und wünschte ihnen eine erlebnisreiche, spannende und erholsame Zeit im Wald.
Nach Abschluss der Woche nahmen die Teilnehmer neben ihren selbst gefertigten Arbeiten vielfältige Erfahrungen mit. Im Mittelpunkt standen Verantwortung für die Natur, das Überwinden eigener Grenzen und die Wahrnehmung des Waldes als wertvoller Lebensraum. Die Waldferien von Victoria Mayer in Kooperation mit der Stadt Montabaur verbinden seit Jahren Abenteuer, Bewegung, Umweltbildung und Gemeinschaft.
Unterstützung für das Ferienangebot
Möglich werden die Waldferien durch das Betreuer- und Küchenteam sowie zahlreiche Unterstützer. Dazu zählen die Stadt Montabaur, Foodsharing Montabaur, der Baustoffhandel Höber, der Bauhof Montabaur, das Bildungswerk der Hessischen Wirtschaft e. V. mit seinem rollenden Naturkunde-Museum sowie Reiner Kliebhahn mit seinen selbst gefertigten Holz-Brettspielen. (PM/bearbeitet durch Red)
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