Kandidat für die Landratswahl 2026: Klaus Lütkefedder (CDU)
Am Sonntag, 16. August 2026, steht nach nur über einem Jahr erneut die Landratswahl an. Wer sind die Kandidierenden, die sich bereit erklären, das Amt von Achim Schickert zu übernehmen? Die Kuriere haben nachgefragt und allen die gleichen Fragen geschickt. Hier die Antworten von Klaus Lütkefedder
Westerwaldkreis. Unverfälscht und echt sollen die Antworten der Kandidierenden zur Landratswahl sein. Deshalb sind alle Antworten original zitiert, ohne Bewertung, ohne Kommentar, ohne Kürzung oder Anmerkung. Die Aussagen der Politiker spiegeln nicht die Meinung der Kuriere wider, sondern ausschließlich die des Kandidierenden. Hier sind die Antworten von Klaus Lütkefedder (CDU).
Wofür haben Sie sich bisher politisch engagiert – und wieso?
Für die Menschen im Westerwald und für das "Leben im Dorf" und in den Städten, weil hier meine Heimat ist
Welche Veränderungen streben Sie für den Westerwaldkreis an?
Wir brauchen den Mut, zu sagen wie gut wir sind!
Im Wettbewerb der Regionen gilt es zukünftig unsere Stärken als Lebens-, Wirtschafts- und Tourismusstandort selbstbewusst zu kommunizieren und den Standort für die Westerwälder, für Gäste und Unternehmen zu positionieren.
Der Westerwaldkreis ist dafür im Landesvergleich sehr gut aufgestellt, mit herausragenden Persönlichkeiten, innovativen Unternehmen, einer begeisternden Landschaft und intelligenten Netzwerken.
Welche wirtschaftspolitischen Schwerpunkte wollen Sie im Kreis setzen, um Arbeitsplätze zu sichern und neue zu schaffen?
Wir müssen den Unternehmen die Möglichkeit geben, sich zu entwickeln. Dazu zählen insbesondere die Verfügbarkeit von Gewerbeflächen und eine passgenaue Infrastruktur. Dies erfordert gute Anbindungen an das Straßennetz, aber auch ein ausreichender Breitbandzugang und nicht zuletzt eine optimale Energieversorgung. Zudem sollte die Verwaltung ihre Ermessensspielräume in Genehmigungsverfahren so nutzen, dass Entwicklungen schneller und einfacher möglich sind.
Was sollte sich ändern, damit die Gesundheitsversorgung im Kreis stabil und zuverlässig bleibt?
In den letzten Monaten wurde die Krankenhauslandschaft im Westerwaldkreis durch den Kreis und private Betreiber deutlich stabilisiert. Diesen Weg gilt es weiter zu verfolgen.
In ländlichen Regionen und damit auch im Westerwaldkreis besteht zudem der Bedarf an einer flächendeckenden ärztlichen Versorgung.
Ärzten, die sich im Westerwald ansiedeln wollen, muss dies auch möglich sein oder möglich gemacht werden. Die Unterstützung vor Ort zum Beispiel durch Förderprogramme von Gemeinden und dem Kreis existiert in vielfältiger Form.
Allerdings dienen, nach meiner Wahrnehmung, nicht alle Entscheidungen der Kassenärztlichen Vereinigungen diesem Ziel. Die Zuteilung von Kassensitzen ist ein äußerst langwieriger und nur schwer nachzuvollziehender Prozess. Dies hat einen wesentlichen Einfluss auf die Ansiedlung von Arztpraxen und damit auf das Angebot von ärztlichen Leistungen.
Die Gesundheitspolitik des Bundes und des Landes muss diese Bedarfe der ländlichen Räume viel stärker in den Fokus nehmen und die Rahmenbedingungen an den Bedarf anpassen.
Mit Blick auf den Konflikt zwischen Natur- und Tierschutzinitiativen und dem Bau von Windkraftanlagen: Was ist Ihr Konzept, damit der Strukturwandel nicht zu Lasten der ländlichen Räume geht?
Die Reduzierung des CO₂-Ausstoßes ist maßgeblich für die Einhaltung der Klimaziele. Dekarbonisierung der Industrie, e-Mobilität oder Wärmewende sind entsprechende Stichworte. Dies alles kann nur durch eine ausreichende Versorgung mit elektrischer Energie realisiert werden. Diese muss bei Bedarf verfügbar sein und entsprechend erzeugt, gespeichert und verteilt werden.
Dieser Strukturwandel bietet für den ländlichen Raum Chancen, die es zu nutzen gilt. Der Natur- und Umweltschutz ist dabei selbstverständlich angemessen zu berücksichtigen.
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Wie sollte das Spannungsfeld zwischen Naturschutz, Tierwohl, Wolfsvorkommen und der Sicherung der Weidetierhaltung künftig politisch ausbalanciert werden?
Seit Jahrhunderten sorgen landwirtschaftliche Betriebe im Westerwald für die Versorgung der Bevölkerung mit regionalen pflanzlichen und tierischen Produkten. Die landwirtschaftlichen Betriebe sind im Hinblick auf Naturschutz und Tierwohl bereits heute umfangreichen gesetzlichen Regelungen seitens der europäischen Union, des Bundes und des Landes unterworfen.
Durch die Wiederansiedlung von Wölfen ist in den letzten Jahren ein neuer Aspekt hinzugekommen, der insbesondere Auswirkungen auf die Weidetierhaltung hat. Dies erfordert einen erhöhten Abstimmungsbedarf zwischen den Interessengruppen. Problemlagen können nur im Dialog weiterentwickelt und regional im Kompromiss gelöst werden.
Deshalb sind Sie in die Partei eingetreten, für die Sie als Kandidat antreten:
Die CDU deckt mit ihren Themen und den Mitgliedern die Breite der Gesellschaft ab und bietet vielfältige Möglichkeiten sich zu engagieren.
Worüber können Sie lachen?
Über mich selbst und über Dieter Nuhr.
Was löst bei Ihnen Frust aus oder macht Sie sogar wütend?
Wenn jemand nichts oder zu wenig aus seinen Möglichkeiten macht.
Welche Schlagzeile würden Sie gerne mal lesen?
Lütkefedder spielt ein hole-in-one!
Was betrachten Sie als Ihre größte Fehleinschätzung bezogen auf Ihre eigene politische Arbeit und/oder Partei?
Ich hätte nicht gedacht, dass die Aufstellung eines Flächennutzungsplans so bürokratisch und kleinteilig begleitet werden muss, dass es mehr als sieben Jahre dauert, bis ein verwertbares Ergebnis vorliegt. Das muss schneller gehen!
Deshalb sollten die Wähler mir ihre Stimme geben:
Weil ich die notwendige Erfahrung habe und die erforderlichen Eigenschaften mitbringe, die ein Landrat haben sollte: Klar. Kreativ. Kompetent.
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Kurzer Steckbrief
Wohnort: Wallmerod
Geburtsdatum: 25. August 1961
Familienstand: verheiratet, 2 Söhne
Beruflicher Lebenslauf/ Ausbildung: Diplom-Bauingenieur an der TH Darmstadt; Ingenieur in einem privaten Planungsbüro; Referatsleiter im Wirtschaftsministerium Rheinland-Pfalz
Bürgermeister der Verbandsgemeinde (VG) Wallmerod;Lehrauftrag der Hochschule Koblenz im Bereich "Soziale Infrastruktur"
Politischer Werdegang: Mitglied des Gemeinderates und Beigeordneter der Ortsgemeinde Wallmerod; Mitglied des Verbandsgemeinderates Wallmerod Mitglied des Kreistages Westerwald; Diverse Funktionen in der CDU Rheinland-Pfalz vom Ortsverband bis zum Landesvorstand; Sprecher der Kreisgruppe Westerwald des Gemeinde- und Städtebundes Rheinland-Pfalz (bis 2024); Mitglied des Vorstands des Gemeinde- und Städtebundes Rheinland-Pfalz
Gesellschaftliches Engagement und Vereinsaktivitäten: Fußball-Spielertrainer; Stellvertretender Vorsitzender der Mamier-Kultur-Stiftung (bis 2020); Vorsitzender der Kulturfördervereins VG Wallmerod; Vizepräsident des Golfclub Westerwald
Hobbys: früher Fußball, heute Golfsport; Treffen mit Freunden und Reisen
Drei Lieblingsorte im Kreis: Unser Garten in Wallmerod; Die Terrasse des Golfclub Westerwald; Die Steigalm in Bad Marienberg
Vorbilder:
Kontaktdaten zur Veröffentlichung: Klaus Lütkefedder telefonisch unter: 02602 999 430, per E-Mail an hallo@klaus-luetkefedder.de; www.cdu-westerwald.de/landratswahl
Eine kurze Übersicht aller Kandidierenden für den Westerwaldkreis finden Sie hier. (Red)
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