Kandidat für die Landratswahl 2026: Jan De Cotiis (AfD)
Am Sonntag, 16. August 2026, steht nach nur über einem Jahr erneut die Landratswahl an. Wer sind die Kandidierenden, die sich bereit erklären, das Amt von Achim Schickert zu übernehmen? Die Kuriere haben nachgefragt und allen die gleichen Fragen geschickt. Hier die Antworten von Jan De Cotiis
Westerwaldkreis. Unverfälscht und echt sollen die Antworten der Kandidierenden zur Landratswahl sein. Deshalb sind alle Antworten original zitiert, ohne Bewertung, ohne Kommentar, ohne Kürzung oder Anmerkung. Die Aussagen der Politiker spiegeln nicht die Meinung der Kuriere wider, sondern ausschließlich die des Kandidierenden. Hier sind die Antworten von Jan De Cotiis (AfD).
Wofür haben Sie sich bisher politisch engagiert – und wieso?
Mein Interesse an Politik besteht bereits seit vielen Jahren. Als Vater und Unternehmer sehe ich schon seit langem die aktuelle Politik sehr kritisch.
Inzwischen arbeite ich für einen Landtagsabgeordneten und bin aktiv an der landespolitischen Arbeit beteiligt.
Welche Veränderungen streben Sie für den Westerwaldkreis an?
Ich setze mich für mehr Transparenz in politischen Entscheidungsprozessen ein, damit jeder Bürger nachvollziehen kann, welche Entscheidungen getroffen werden und wie öffentliche Gelder eingesetzt werden. Deshalb trete ich dafür ein, Planungen und Beschlüsse - soweit rechtlich möglich - offen und nachvollziehbar zu kommunizieren.
Außerdem setze ich mich für einen beschleunigten Bürokratieabbau ein. Dazu gehören insbesondere die Digitalisierung geeigneter Verwaltungsprozesse und die Vereinfachung von Abläufen. Gleichzeitig ist es mir wichtig, dass ältere Menschen oder Bürger ohne digitale Möglichkeiten dadurch nicht benachteiligt werden.
Nicht notwendige Ausgaben sollen kritisch überprüft und, sofern sie entbehrlich sind, gestrichen werden. Die dadurch frei werdenden Mittel sollen gezielt dort eingesetzt werden, wo sie den Bürgern unmittelbar zugutekommen.
Welche wirtschaftspolitischen Schwerpunkte wollen Sie im Kreis setzen, um Arbeitsplätze zu sichern und neue zu schaffen?
Unsere Unternehmen brauchen weniger Bürokratie und bessere Rahmenbedingungen. Viele Entscheidungen werden zwar auf Landesebene getroffen, doch als Landrat werde ich die Interessen unseres Kreises dort mit Nachdruck vertreten.
Als Vertreter der stärksten politischen Kraft in der Bundesrepublik kann ich unabhängig von Regierungszwängen Druck für notwendige Veränderungen machen.
Auch Gegenwind wird mich nicht davon abhalten, die Interessen unseres Kreises konsequent zu vertreten.
Was sollte sich ändern, damit die Gesundheitsversorgung im Kreis stabil und zuverlässig bleibt?
Die Gesundheitsversorgung muss oberste Priorität haben. Gemeinsam mit dem Land müssen wir die medizinische Versorgung im Westerwald langfristig sichern. Denn eine gute Gesundheitsversorgung darf nicht vom Wohnort abhängen.
Gerade im ländlichen Raum werden lange Wege zu Ärzten und Krankenhäusern für viele Menschen immer mehr zum Problem. Deshalb brauchen wir weniger Bürokratie, bessere Arbeitsbedingungen für medizinisches Personal, den Erhalt wohnortnaher Krankenhäuser und gezielte Anreize, damit sich mehr Ärzte im Westerwald niederlassen.
Mit Blick auf den Konflikt zwischen Natur- und Tierschutzinitiativen und dem Bau von Windkraftanlagen: Was ist Ihr Konzept, damit der Strukturwandel nicht zu Lasten der ländlichen Räume geht?
Einen weiteren Ausbau der Windkraft lehne ich ab. Aus meiner Sicht ist die Energiepolitik in diesem Bereich zu stark ideologisch geprägt. Der Westerwald ist bereits heute durch zahlreiche Windkraftanlagen verändert worden.
Ich setze mich dafür ein, den ländlichen Raum und das Landschaftsbild des Westerwaldes zu erhalten. Weitere Flächen sollten deshalb nicht für zusätzliche Windkraftanlagen in Anspruch genommen werden. Der Strukturwandel darf nicht zulasten der Lebensqualität, des Naturraums und der Attraktivität unserer Heimat gehen.
Wie sollte das Spannungsfeld zwischen Naturschutz, Tierwohl, Wolfsvorkommen und der Sicherung der Weidetierhaltung künftig politisch ausbalanciert werden?
Naturschutz und Weidetierhaltung dürfen nicht gegeneinander ausgespielt werden. Der Wolf gehört zur Natur - der Schutz unserer Weidetiere aber genauso.
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Wir brauchen ein klares Wolfsmanagement mit schnellen Entscheidungen, fairen Entschädigungen und der konsequenten Entnahme von Problemwölfen. Schäfer und Landwirte dürfen mit den Folgen nicht allein gelassen werden.
Wer unsere Kulturlandschaft erhalten will, muss auch diejenigen schützen, die sie täglich pflegen.
Deshalb sind Sie in die Partei eingetreten, für die Sie als Kandidat antreten:
Ich bin der Partei beigetreten, weil ich als Vater und Unternehmer seit Jahren sehe, dass Deutschland in vielen Bereichen auf dem falschen Kurs ist. Politik muss sich wieder konsequent an den Interessen der eigenen Bürger orientieren und Versprechen endlich in konkrete Taten umsetzen.
Besonders die Entwicklung an unseren Schulen bereitet mir große Sorgen. Ich möchte, dass mein Sohn in einem sicheren und leistungsorientierten Umfeld aufwächst. Deshalb halte ich einen politischen Kurswechsel - insbesondere in der Migrationspolitik - für notwendig.
Worüber können Sie lachen?
Ich kann über vieles lachen, besonders über die Widersprüche der Politik. Wenn von Demokratie die Rede ist, aber bei unliebsamen Wahlergebnissen plötzlich die Spielregeln angepasst werden, hat das schon eine gewisse Ironie.
Was löst bei Ihnen Frust aus oder macht Sie sogar wütend?
Die Interessen der deutschen Bevölkerung werden von der Politik nicht ausreichend berücksichtigt. Statt die Anliegen der eigenen Bürger in den Mittelpunkt zu stellen, werden andere Prioritäten gesetzt. Die Folgen der politischen Entscheidungen der aktuellen und vergangenen Jahre sind für viele Menschen deutlich spürbar.
Ich werde diesen Kurs nicht akzeptieren. Mein Ziel ist es, dass die Interessen der deutschen Bevölkerung wieder oberste Priorität haben und politische Entscheidungen konsequent am Wohl unseres Landes und seiner Bürger ausgerichtet werden.
Welche Schlagzeile würden Sie gerne mal lesen?
Dass die AfD in Sachsen-Anhalt den ersten Ministerpräsidenten stellt.
Was betrachten Sie als Ihre größte Fehleinschätzung bezogen auf Ihre eigene politische Arbeit und/oder Partei?
Dass ich mich nicht schon früher dazu entschieden habe, die Fehlentscheidungen der regierenden Parteien öffentlich infrage zu stellen und mich früher für das Wohl des deutschen Volkes eingesetzt zu haben.
Deshalb sollten die Wähler mir ihre Stimme geben:
Jeder Bürger soll frei entscheiden können, ohne politische Bevormundung. Ich komme aus der Mitte der Gesellschaft, höre zu und nehme die Sorgen der Menschen ernst.
Mein Einsatz gilt den Bürgern und unserer Heimat im Westerwald - nicht parteipolitischen Interessen. Politik muss den Menschen wieder dienen, statt über ihre Köpfe hinweg zu entscheiden.
Wer einen echten Politikwechsel im Westerwald will, muss auch anders wählen. Nur eine Stimme für die AfD und für mich als Landrat steht für einen konsequenten Neuanfang.
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Kurzer Steckbrief
Wohnort: Hof (Westerwald)
Geburtsdatum: 16. Februar 1993
Familienstand: ledig
Beruflicher Lebenslauf/ Ausbildung: Nach dem Erwerb der Mittleren Reife absolvierte ich zunächst meinen Dienst als Soldat auf Zeit. Anschließend schloss ich eine Ausbildung zum Feinwerkmechaniker mit Fachrichtung Maschinenbau in nur 18 Monaten erfolgreich ab. Seit fast zehn Jahren bin ich als selbstständiger Unternehmer tätig.
Politischer Werdegang:
Gesellschaftliches Engagement und Vereinsaktivitäten:
Hobbys: Politik, Kraftsport
Drei Lieblingsorte im Kreis: Ich war gerne am Wiesensee, als dort noch Wasser drin war.
Tierpark in Bad Marienberg mit meinem Sohn;
Meine schönsten Kindheitserinnerungen verbinden mich mit Liebenscheid. Deshalb wird es immer mein Lieblingsplatz im Westerwald bleiben.
Vorbilder: Mein Onkel
Kontaktdaten zur Veröffentlichung: jan.de-cotiis@afd-westerwald.de
Eine kurze Übersicht aller Kandidierenden für den Westerwaldkreis finden Sie hier. (Red)
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