Pressemitteilung vom 17.07.2026 
Bäche brauchen jetzt jeden Tropfen: Kreisverwaltung bittet um Verzicht auf Wasserentnahmen
Die anhaltende Trockenheit setzt der Natur im Westerwaldkreis stark zu. Besonders betroffen sind die Fließgewässer, deren Pegelstände stark gesunken sind. Die Kreisverwaltung bittet nun um Mithilfe der Bürger, um weitere Schäden zu verhindern.
Westerwaldkreis. Ein Blick in die Gärten, Felder und Bäche zeigt, wie stark Natur und Landschaft unter der Trockenheit leiden. Verschärft wird die Situation durch die zusätzliche Entnahme von Wasser aus Fließgewässern. Selbst geringe Mengen wie beispielsweise mit einer Gießkanne oder einem Eimer wirken sich bei den derzeitigen niedrigen Pegeln schon nachteilig auf die Gewässerökologie aus. Deshalb appelliert die Kreisverwaltung des Westerwaldkreises an die Bürger: "Auch wenn die Entnahme grundsätzlich erlaubt ist, sollte darauf verzichtet werden, Wasser aus Fließgewässern herauszuholen."
Viele kleinere Bäche und quellnahe Oberläufe sind bereits ausgetrocknet oder bis auf Rinnsale zusammengeschrumpft. Leere Regentonnen dürfen jedoch nicht dazu verleiten, Bachläufe rechtswidrig mit Brettern oder Steinen anzustauen, um mittels Elektropumpen das für die Wasserlebewesen existenzielle, noch verbliebene Nass abzuzapfen. Die Untere Wasserbehörde wurde in den letzten Tagen vermehrt von besorgten Anliegern und Naturfreunden über Missstände an den heimischen Bächen informiert. Deshalb wird sie in den kommenden Wochen verstärkt Kontrollen an innerörtlichen Bachstrecken durchführen. Wer Gewässer unzulässig anstaut oder gegen andere geltende Vorschriften verstößt, dem droht ein Ordnungswidrigkeitsverfahren mit sich anschließendem Bußgeldbescheid.
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Für weitere Informationen stehen die Mitarbeitenden der Unteren Wasserbehörde telefonisch unter 02602 124 216 oder per E-Mail an Roger.Best@westerwaldkreis.de zur Verfügung. (PM)
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