Wandel mit Weitblick: Bendorfs Vision einer nachhaltigen Hauptstraße
Von Wolfgang Tischler
Die Stadt Bendorf plant eine umfassende Neugestaltung der Hauptstraße, um sie klimafreundlicher und barrierefreier zu gestalten. Im Fokus stehen Maßnahmen zur Verbesserung des Mikroklimas und der Aufenthaltsqualität. Die Arbeiten beginnen mit einem besonders innovativen Bauabschnitt bis Ende Juli.
Bendorf. Am Dienstag, dem 14. Juli, fand der symbolische Spatenstich für ein Großprojekt der Stadt Bendorf statt. Bürgermeister Christoph Mohr konnte hierzu viele Gäste aus der Politik und der baubeteiligten Firmen begrüßen. "Mit der Umgestaltung der Hauptstraße startet ein bedeutendes Projekt zur Modernisierung der Innenstadt", erklärte Mohr. Ziel sei es, die Hauptachse klimafreundlich und barrierearm zu gestalten, um den Herausforderungen des Klimawandels gerecht zu werden und den Bedürfnissen der Bürger zu entsprechen.
Ein zentraler Aspekt des Projekts ist die Entsiegelung von Fahrbahn- und Flächenbereichen, um Platz für Bäume, Beete und wasserdurchlässige Beläge zu schaffen. Diese Maßnahmen sollen das Mikroklima verbessern und mehr Natur in die Stadt bringen. Weiterhin wird eine barrierearme Gestaltung durch glatte Beläge, abgesenkte Bordsteine und taktile Leitsysteme umgesetzt, sodass sich alle sicher und selbstständig bewegen können.
Im Rahmen der Verkehrsberuhigung wird der Durchgangsverkehr reduziert, während Radfahrer und Fußgänger mehr Raum erhalten. Ein nachhaltiges Regenwassermanagementsystem wird installiert, um gesammeltes Wasser für die Bewässerung städtischer Pflanzen zu nutzen.
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Der erste Bauabschnitt, gefördert durch den Bund mit 1,2 Millionen Euro, umfasst den Bereich zwischen Siegburger Straße und Steinstraße. Hier entstehen zusätzliche Aufenthaltsbereiche mit Begrünung, Sitzgelegenheiten, Wasserelementen und Trinkbrunnen. Der Ausbau erfolgt barrierearm mit höhengleichen Übergängen und speziellem Pflaster zur Verbesserung des Stadtklimas. Der zweite Bauabschnitt erstreckt sich von der Steinstraße bis zur Bahnhofstraße und wird konventioneller gestaltet. Die Gesamtkosten wurden mit vier Millionen Euro beziffert, wobei eine Million auf die Erneuerungen der Kanal- und Wasserleitungen entfällt.
Während der Bauzeit wird die Hauptstraße abschnittsweise voll gesperrt, doch bleibt die Erreichbarkeit der Gebäude für Anlieger und Gewerbetreibende fußläufig gewährleistet. Ersatzparkplätze, Regelungen zur Müllabfuhr sowie Ansprechpartner für Betroffene sind vorgesehen. woti
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