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Pressemitteilung vom 11.07.2026    

Sommerhitze im Haus wirksam aussperren

Heiße Tage werden häufiger und stellen Häuser zunehmend vor neue Herausforderungen. Wer baut oder saniert, kann mit passenden Maßnahmen für angenehmere Räume sorgen. Die Verbraucherzentrale NRW erklärt, welche Bauteile besonders wichtig sind und wo sich Hitze wirksam abhalten lässt.

(Foto: VZ NRW/adpic)

Region. Beim Hausbau und bei einer energetischen Sanierung steht oft die Senkung der Heizkosten im Winter im Mittelpunkt. Mit der wachsenden Zahl heißer Tage gewinnt aber auch der Schutz vor sommerlicher Hitze an Bedeutung. Schon vergleichsweise einfache Maßnahmen können dazu beitragen, dass sich Wohnräume weniger stark aufheizen.

Nach Angaben der Verbraucherzentrale NRW ist es entscheidend, Schwachstellen eines Gebäudes frühzeitig zu erkennen und gezielt zu verbessern. Dabei spielen die Dämmung, die Fenster und die Auswahl geeigneter Bauteile eine wichtige Rolle. Wer rechtzeitig plant, kann auch an heißen Tagen ein angenehmeres Raumklima schaffen.

Hitzequellen im Haus erkennen
Vor der Planung konkreter Maßnahmen sollte zunächst geklärt werden, weshalb sich einzelne Räume stark erwärmen. Besonders häufig betroffen sind Dachgeschosse. Das Dach bietet der Sonne eine große Angriffsfläche und ist gerade in älteren Gebäuden oft nicht optimal gegen Hitze geschützt.

Auch Fenster beeinflussen das Raumklima erheblich. Fenster auf der Südseite gelten als besonders kritisch. Aber auch Fenster mit Ost- oder Westausrichtung können Räume im Sommer deutlich erwärmen. Große Fensterflächen verstärken diesen Effekt zusätzlich.

Nicht zuletzt können Undichtigkeiten in der Gebäudehülle die Temperaturen im Haus beeinflussen. Wer die Ursachen kennt, kann die wirksamsten Maßnahmen auswählen und passend umsetzen.

Sonnenschutz möglichst außen anbringen
Ein einfacher Schutz gegen Hitze besteht darin, direkte Sonne erst gar nicht in das Gebäude gelangen zu lassen. Außenliegende Lösungen halten die Wärmestrahlung besser ab als innen angebrachter Sonnenschutz. Je nach baulicher Situation eignen sich Rollläden, Jalousien oder Markisen.

Auch Sonnenschutzfolien können helfen. Sie werden außen auf die Verglasung aufgebracht und können Fenster zusätzlich gegen Sonneneinstrahlung schützen. Innenliegender Sonnenschutz bleibt ebenfalls hilfreich. Besonders geeignet sind reflektierende Materialien, die zur Fensterfläche hin ausgerichtet werden.

Balkone, Dachüberstände und Vordächer können Fensterflächen ebenfalls wirksam verschatten. Sie reduzieren die direkte Einstrahlung und tragen dadurch zu niedrigeren Raumtemperaturen bei.

Fenster bewusst planen
Bei neuen Fenstern sollte berücksichtigt werden, wie viel Sonnenenergie in die Räume gelangt. Für besonders betroffene Bereiche kann eine Sonnenschutzverglasung sinnvoll sein. Sie verringert das Risiko einer sommerlichen Überhitzung.

Vor sehr großen Fensterflächen ist Vorsicht geboten. Gleichzeitig muss bei der Planung ein ausgewogenes Verhältnis zwischen Hitzeschutz, Tageslicht und Wohnkomfort erhalten bleiben. Fenster sollen ausreichend Licht in die Räume lassen, ohne diese bei hohen Temperaturen zu stark aufzuheizen.




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Undichtigkeiten beseitigen
Bei älteren Häusern werden undichte Stellen in der Außenhaut oft unterschätzt. Sie können im Sommer spürbare Auswirkungen auf die Temperatur im Gebäude haben. Undichte Fenster lassen sich meist vergleichsweise einfach prüfen und verbessern.

Zunächst sollte kontrolliert werden, ob die Fensterflügel richtig eingestellt sind und dicht schließen. Ist das nicht der Fall, muss das Fenster passend eingestellt werden. Wenn die Dichtung nicht mehr funktioniert, können selbstklebende Dichtungsbänder eine einfache und wirksame Lösung sein.

Auch Dächer weisen in Bestandsgebäuden häufig Undichtigkeiten auf. Das Abdichten ist dort meist aufwendiger. Steht ohnehin eine bauliche Maßnahme an, sollte dieser Punkt bei der Planung berücksichtigt werden.

Dämmung bremst die Wärme
Eine hochwertige Wärmedämmung hilft nicht nur im Winter. Sie hält im Sommer die Hitze länger außerhalb des Gebäudes. Besonders im Dachgeschoss macht sich dieser Effekt bemerkbar. Bei hochsommerlichen Temperaturen wirkt eine stärkere Dämmung spürbar besser, als sie allein für kalte Zeiten erforderlich wäre.

Eine gute Dämmung des Dachs sollte immer mit einer luftdichten Ausführung verbunden werden. Wenn beide Punkte beachtet werden, erwärmen sich Innenräume deutlich langsamer. Bei einer ohnehin geplanten Sanierung lässt sich der sommerliche Wärmeschutz direkt berücksichtigen.

Massive Bauteile aus Mauerwerk oder Beton können ebenfalls helfen. Sie nehmen tagsüber Wärme aus der Raumluft auf und geben sie nachts bei gutem Lüften wieder ab. Beim Ausbau eines Dachgeschosses ist deshalb auch die Wahl der Materialien wichtig. Lehmbauplatten besitzen für den Sommer bessere Eigenschaften als Gipskartonplatten.

Schatten durch Anlagen und Bäume
Zusätzliche Verschattung kann den Hitzeschutz weiter verbessern. Eine Photovoltaikanlage auf dem Dach erzeugt nicht nur klimafreundlichen Strom. Sie beschattet zugleich Teile der Dachfläche und kann damit die Wärmebelastung im Dachgeschoss verringern.

Auch Bäume vor Fenstern und Fassaden leisten einen Beitrag. Sie halten einen Teil der Sonnenstrahlung ab und sorgen so für ein angenehmeres Raumklima. Weitere Informationen zum Hitzeschutz bei Bau und Sanierung gibt es hier. Aktuelle Veranstaltungen zum Thema Energie sind hier zu finden. (PM/bearbeitet durch Red)


Mehr dazu:   Verbrauchertipps/Verbraucherschutz  
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