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Pressemitteilung vom 10.07.2026    

Rettungsdienst im Raum Montabaur stockt Fahrzeuge wegen Hitze auf

Steigende Temperaturen können den Rettungsdienst im Raum Montabaur stärker fordern. Die Kreisverwaltung des Westerwaldkreises reagiert auf die erwartete Hitze und erhöht vorübergehend die Zahl der eingesetzten Rettungsfahrzeuge. Die Finanzierung der zusätzlichen Fahrzeuge bleibt jedoch umstritten.

Symbolbild. (KI-generiert)

Montabaur. Der Rettungsdienstbereich Montabaur bereitet sich auf eine erneute Hitzewelle vor. Nachdem der vergangene Monat als heißester Juni in Westeuropa seit Beginn der Wetteraufzeichnungen gilt, werden bereits am Wochenende wieder Temperaturen von mehr als 30 Grad erwartet.

Langanhaltende Hitze kann die Belastung für den Körper deutlich erhöhen. Gebäude heizen sich über mehrere Tage auf, während die Nächte immer weniger Erholung bieten. Kreislauf und Organe werden mit jeder weiteren Hitzewelle stärker beansprucht. Besonders Kinder, ältere Menschen und Personen mit Vorerkrankungen können dadurch einem erhöhten gesundheitlichen Risiko ausgesetzt sein.

Mehr Einsätze bei hohen Temperaturen möglich
Solche Wetterlagen können auch zu höheren Einsatzzahlen im Rettungsdienst führen. Dadurch kann die reguläre Zahl der verfügbaren Rettungsmittel an ihre Grenzen geraten. Die Kreisverwaltung des Westerwaldkreises hat als zuständige Rettungsdienstbehörde deshalb nach einer Analyse der Ärztlichen Leitung Rettungsdienst die Zahl der eingesetzten Rettungsfahrzeuge vorübergehend erhöht.

Zum Rettungsdienstbereich Montabaur gehören die Landkreise Altenkirchen und Neuwied, der Rhein-Lahn-Kreis sowie der Westerwaldkreis. Das Gebiet umfasst insgesamt rund 650.000 Einwohner.

Die zusätzlichen Fahrzeuge sollen die Versorgung auch bei einer steigenden Zahl von Einsätzen sicherstellen. Die Kreisverwaltung sieht die Aufstockung als vorsorgliche Maßnahme für die erwarteten hohen Temperaturen.



Krankenkassen stimmen Finanzierung nicht zu
Nach dem rheinland-pfälzischen Rettungsdienstgesetz tragen die sieben Rettungsdienstbehörden im Land die Verantwortung für die Versorgung der Bevölkerung. Ihre Planungen müssen jedoch den Krankenkassen zur Zustimmung vorgelegt werden, da diese die Kosten für Fahrzeuge des öffentlichen Rettungsdienstes übernehmen.

Bei der aktuellen hitzebedingten Erhöhung der Rettungsmittel verweigerten die Krankenkassen ihre Zustimmung zur Finanzierung. Die Erste Kreisbeigeordnete Gabriele Wieland hofft deshalb auf ein Überdenken dieser Entscheidung. Die Kreisverwaltung betont, dass die Erhöhung nach sorgfältiger Prüfung erfolgt sei und für Patienten keine zusätzlichen Kosten entstehen.

Hilfsorganisationen stellen Fahrzeuge bereit
Die Kreisverwaltung dankt dem Deutschen Roten Kreuz und dem Malteser Hilfsdienst. Beide Organisationen stellen die zusätzlichen Rettungsfahrzeuge kurzfristig bereit und besetzen sie mit Personal. Die Einsatzbereitschaft der Rettungskräfte sei sowohl im normalen Alltag als auch in besonderen Wetterlagen entscheidend für die Versorgung im gesamten Rettungsdienstbereich Montabaur. (PM/bearbeitet durch Red)


Lokales: Montabaur & Umgebung
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