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Pressemitteilung vom 07.07.2026    

LED-Umrüstung in der Verbandsgemeinde Montabaur: Ein Großprojekt beendet

In der Verbandsgemeinde Montabaur wurde ein ambitioniertes Projekt abgeschlossen: Innerhalb von acht Monaten wurden fast alle Straßenlaternen auf LED-Technologie umgestellt. Das Vorhaben bringt Energieeinsparungen und eine modernisierte Steuerung mit sich.

In Oberelbert hat Ortsbürgermeister Sebastian Stendebach (Mitte) den letzten Leuchtenkopf ausgewechselt, unterstützt von Florian Ohse (links) und von Bürgermeister Ulrich Richter-Hopprich. (Foto: VG Montabaur/Siteco/Matthias Rubin)

Verbandsgemeinde Montabaur. Die Umrüstung der Straßenbeleuchtung in der Verbandsgemeinde (VG) Montabaur ist nahezu abgeschlossen. Rund 7.500 Straßenlaternen wurden innerhalb von nur acht Monaten auf energiesparende LED-Leuchten umgestellt. Einige Restarbeiten stehen noch aus. Dieses Gemeinschaftsprojekt der VG und ihrer Mitgliedsgemeinden setzt neue Maßstäbe, da es deutschlandweit einzigartig ist, eine flächendeckende Umstellung im ländlichen Raum so zügig zu realisieren. Die neuen LEDs verbrauchen 50 Prozent weniger Strom als herkömmliche Leuchtmittel, was nicht nur die kommunalen Haushalte entlastet, sondern auch die CO₂-Emissionen um die Hälfte reduziert. Zusätzliche Einsparungen werden durch die intelligente Steuerung erzielt.

Die letzten Laternen wurden im alten Dorfkern von Oberelbert installiert. Ortsbürgermeister Sebastian Stendebach selbst half bei der Montage des Leuchtenkopfs neben der Kirche. Viele Gemeinden entschieden sich für dekorative Designs, um das Dorfbild zu bewahren. Hauptsächlich kamen jedoch technische Leuchten zum Einsatz. Im Zuge der Umrüstung wurden etwa 200 Seilleuchten durch neue Mastleuchten ersetzt. "Jetzt ist alles einheitlich, was die Wartung und Ersatzbeschaffung erheblich vereinfacht", erklärt Kay Bröhl, der gemeinsam mit Rafael Platzek das Projekt koordinierte.

Mehr als nur "Licht an - Licht aus"
Die neuen Leuchten sind mit einer adaptiven Steuerung ausgestattet, die eine bedarfsgerechte Beleuchtung ermöglicht. Jede Leuchte kann individuell angesteuert werden und reagiert auf Helligkeit und Verkehr. "Früher gab es nur Licht an - Licht aus", erläutern die Projektleiter. Dank Helligkeitssensoren schalten sich die Leuchten je nach Jahreszeit ein und dimmen nachts automatisch. Bei Bewegung erhellen sie sich kurzzeitig, um dann wieder abzudimmen. "Um Lauflichter zu vermeiden, haben wir Leuchtgruppen gebildet", so Bröhl und Platzek. Die neuen Lampen reduzieren zudem die Lichtverschmutzung und verwenden eine insektenfreundliche Lichtfarbe.



Das Projekt wurde dank dreier kombinierter Förderprogramme umgesetzt. Bürgermeister Ulrich Richter-Hopprich berichtet, dass die Gesamtkosten bei rund vier Millionen Euro liegen, wovon 3,45 Millionen Euro durch Fördermittel abgedeckt werden. Der verbleibende Betrag von 550.000 Euro wird aus dem VG-Haushalt finanziert. Die jährlichen Stromkosten für die Straßenbeleuchtung, bisher ein großer Posten, werden mindestens um die Hälfte sinken. Die Firma Siteco führte die Arbeiten seit Oktober mit vier Bautrupps durch.

Zum Abschluss bedankt sich Bürgermeister Richter-Hopprich bei den Anwohnern, die geholfen haben, überwachsene Laternenmasten freizuschneiden: "Herzlichen Dank an alle, die mitgemacht haben." (PM/Red)


Lokales: Montabaur & Umgebung
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