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Pressemitteilung vom 30.06.2026    

Smartphone-Ablenkung im Straßenverkehr: ACE zieht Bilanz in Hachenburg

In Hachenburg fand ein Handy-Verkehrs-Check des Auto Club Europa (ACE) statt. Die Aktion ist Teil einer bundesweiten Initiative, die die Risiken der Smartphone-Nutzung am Steuer aufzeigen soll. Erste Ergebnisse werfen ein Licht auf das Verhalten der Autofahrenden im Straßenverkehr.

Andreas Langenbach und Raimund Scholl (Foto: ACE)

Hachenburg. Die Ehrenamtlichen Raimund Scholl und Andreas Langenbach führten einen Handy-Verkehrs-Check in Hachenburg durch. Sie beobachteten den Kreisverkehr in der Graf-Heinrich-Straße für 30 Minuten, um festzustellen, wie häufig Autofahrende während der Fahrt ihr Smartphone nutzen. Von 267 gezählten Fahrzeugen wurden bei vier Fällen Verstöße dokumentiert, was etwa 1,5 Prozent entspricht. Diese Verstöße traten sowohl bei fahrenden Fahrzeugen als auch bei an roten Ampeln stehenden Autos auf. Die Beobachtungen umfassten das In-die-Hand-Nehmen des Smartphones, das Tippen auf dem Display sowie das Sprechen ins Mikrofon.

Die bundesweite Initiative "Kopf hoch!" des ACE begann im April 2026 und umfasst über 250 innerörtliche Kreuzungen in ganz Deutschland. Ziel ist es, die Verbreitung von Smartphone-Ablenkung im Straßenverkehr zu erfassen und auf die damit verbundenen Risiken aufmerksam zu machen. Volker Schork, Regionalbeauftragter für Rheinland-Pfalz, kommentierte die Zählung in Hachenburg: "Das Ergebnis zeigt ein vergleichsweise moderates Bild, dennoch bleibt jeder einzelne Verstoß ein ernstzunehmendes Risiko."

Laut Sven-Peter Rudolph, Vorsitzender des ACE, sind Unfälle durch Ablenkung am Steuer keine Seltenheit mehr. "Schon ein kurzer Blick aufs Display kann über Leben und Tod entscheiden", betonte Rudolph. Die abschließenden Ergebnisse der Checks werden im Herbst veröffentlicht.



Ablenkung durch Smartphones erhöht Unfallrisiko
Das Smartphone ist für viele Menschen ihr ständiger Begleiter - auch im Auto. Ein kurzer Blick auf eine Nachricht, ein rascher Wechsel der Musik oder ein schneller Check der Sozialen Medien: Schon wenige Sekunden Ablenkung können im Straßenverkehr schwerwiegende Folgen haben.

Wer bei Tempo 50 innerorts zwei Sekunden lang nicht auf die Straße schaut, legt rund 28 Meter im "Blindflug" zurück. Selbst bei Tempo 30 sind es in dieser Zeit noch etwa 17 Meter - eine Strecke von mehreren Autolängen ohne Blick für die Gefahren des Straßenverkehrs. Besonders im dichten innerstädtischen Verkehr kann das fatale Folgen haben.

Auch die Unfallstatistik zeigt die Bedeutung des Problems: Laut Auswertung der Unfallstatistik 2024 des Statistischen Bundesamts wurde im Jahr 2024 bei 8.722 Unfällen mit Personenschaden Ablenkung als Unfallursache festgestellt. In 1.039 Fällen hat die Nutzung elektronischer Geräte nachweislich zum Unfall geführt. Insgesamt sind 25 Menschen bei solchen Unfällen ums Leben gekommen. (PM/Red)


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