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Pressemitteilung vom 29.06.2026    

Waldbrandgefahr in Rheinland-Pfalz: Vorsicht und Regeln beachten

In Rheinland-Pfalz steigt allgemein die Waldbrandgefahr aufgrund anhaltender Trockenheit. Landesforsten Rheinland-Pfalz appelliert an Waldbesuchende, sich an wichtige Verhaltensregeln zu halten, um Brände zu vermeiden. Die Zusammenarbeit von Forst- und Feuerwehrleuten ist entscheidend für den Schutz der Wälder.

Symbolbild

Rheinland-Pfalz. Der Deutsche Wetterdienst hat seit Freitag die zweithöchste Waldbrand-Gefahrenstufe (Stufe 4 von 5) für fast ganz Rheinland-Pfalz ausgerufen. Bereits jetzt liegt die Waldbrandgefahrenstufe vielerorts bei drei oder vier. Der Frühling brachte zu wenig Regen, wodurch in der oberen Bodenschicht ein akuter Wassermangel herrscht. Die meisten Waldbrände entstehen durch unachtsames Verhalten von Waldbesuchenden.

"Die Forstleute, die Feuerwehr und die Polizei sind beim Waldschutz auf die Mithilfe der Waldbesuchenden angewiesen", erklärt Meike Bosse Wink von Landesforsten Rheinland-Pfalz. Sie betont die Wichtigkeit, Rauchentwicklungen im Wald sofort über den Notruf 112 oder 110 zu melden. "Wenn möglich, geben Sie der Notrufleitstelle den nächsten Rettungspunkt durch", rät Bosse Wink weiter. Diese Punkte sind häufig an Wegekreuzungen oder markanten Stellen zu finden und auf grünen Tafeln mit einem weißen Kreuz gekennzeichnet. Wer den nächsten Rettungspunkt nicht kennt, kann die kostenlose App "Hilfe im Wald" nutzen.

Verhaltensregeln im Wald
Die Försterin warnt: "Mit dem trocken-heißen Wetter der vergangenen Tage und Wochen ist die Waldbrandgefahr deutlich angestiegen." Sie hebt hervor, dass etwa 90 Prozent aller Wald- und Flurbrände durch unvorsichtigen Umgang mit offenem Feuer entstehen. Deswegen gelten folgende Verhaltensregeln: Rauchen im Wald ist strengstens verboten; auch auf Straßen, die durch den Wald führen, dürfen keine Zigaretten aus dem Fenster geworfen werden. Grillen und offene Feuer sind im Wald und in der Nähe untersagt. Nur ausgewiesene Parkplätze dürfen genutzt werden, da heiße Katalysatoren trockene Grasflächen entzünden können. Alle Zufahrtswege zu Wäldern müssen für Rettungsfahrzeuge frei bleiben.



Schulungen für Forst- und Feuerwehrkräfte
Das Projekt "WiTAFFF" unterstützt die Vorbeugung und Bekämpfung von Waldbränden. Es handelt sich um eine Kooperation zwischen Landesforsten Rheinland-Pfalz, der Feuerwehr Frankfurt am Main und der Hochschule für Forstwirtschaft Rottenburg. Ziel ist es, Wissen aus Forschung und Praxis zu bündeln und Schulungen für Forst- und Feuerwehrkräfte zu entwickeln. Im Frühjahr fanden bereits praktische Übungen in der Modellregion Otterberg statt, deren Techniken Ende April erfolgreich bei einem Waldbrand an der A63 eingesetzt wurden. (PM/Red)


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