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Pressemitteilung vom 29.06.2026    

Waldbrand bei Traisen als Weckruf für den Westerwald

Der jüngste Waldbrand in Traisen, der durch explodierende Weltkriegsmunition eine Evakuierung notwendig machte, ist ein ernstes Signal. Die FDP-Politikerin Jana Gräf sieht dringenden Handlungsbedarf und fordert umfassende Maßnahmen zur Anpassung von Wäldern an den Klimawandel.

Symbolbild. (Foto: Wolfgang Tischler)

Region. Der Waldbrand im Bereich Traisen im Landkreis Bad Kreuznach hat die Notwendigkeit einer Neuausrichtung der Waldbrandvorsorge und des Katastrophenschutzes verdeutlicht. Für Jana Gräf, FDP-Kreisvorsitzende im Westerwald und Mitglied des FDP-Bundesvorstands, sind die Ereignisse in Traisen ein eindringlicher Weckruf für den Westerwald und ganz Rheinland-Pfalz. "Die Bilder aus Traisen zeigen, dass wir es nicht mehr mit Ausnahmeereignissen zu tun haben. Waldbrände entwickeln sich zunehmend zu einer sicherheitspolitischen und forstpolitischen Herausforderung", erklärt Gräf.

Sie betont, dass Rheinland-Pfalz seine Wälder konsequent auf die Folgen des Klimawandels vorbereiten muss. Dazu gehören klimaresiliente Waldumbauten, aktive Waldbewirtschaftung und moderne Waldbrandvorsorge. "Wir brauchen ausreichend Löschwasserentnahmestellen und Löschteiche, funktionierende und dauerhaft befahrbare Waldwege, Brandschneisen sowie eine konsequente Aufarbeitung von Sturmholz und anderen Brandlasten. Waldschutz bedeutet heute immer auch Bevölkerungsschutz."

Verzahnung von forstlicher Infrastruktur und Katastrophenschutz
Gräf fordert, dass der Waldbrandschutz bereits bei der Planung und Bewirtschaftung der Wälder berücksichtigt wird. "Ein Wald, der im Ernstfall für Einsatzkräfte nicht erreichbar ist oder in dem Löschwasser fehlt, wird schnell zu einem erheblichen Sicherheitsrisiko." Sie plädiert für eine engere Verzahnung von forstlicher Infrastruktur und Katastrophenschutz.



Gleichzeitig sieht sie die Kommunen vor großen Herausforderungen. "Unsere Feuerwehren stehen bei Waldbränden vor Einsätzen, die technisch, personell und organisatorisch immer anspruchsvoller werden. Gerade kleinere Kommunen können diese Entwicklung auf Dauer nicht allein schultern." Daher müsse das Land die Städte und Gemeinden stärker unterstützen.

Außergewöhnliche Leistungen
Besondere Gefahr gehe von Altlasten aus den Weltkriegen aus, die künftige Einsatzlagen verändern könnten. "Explodierende Munition zeigt, dass sich Gefahrenlagen überlagern können. Umso wichtiger ist es, unsere Einsatzkräfte bestmöglich auszustatten und präventiv in eine widerstandsfähige Infrastruktur zu investieren."

Abschließend dankt Gräf allen Einsatzkräften herzlich: "Mein herzlicher Dank gilt den Feuerwehrfrauen und Feuerwehrmännern, den Kräften der Hilfsorganisationen, der Polizei, der Forstverwaltung und allen weiteren Beteiligten. Sie leisten unter extrem schwierigen Bedingungen Außergewöhnliches." (PM/Red)


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