Pressemitteilung vom 27.06.2026 
Fotosafari im Stöffel-Park macht Kinder zu echten Naturkennern
Mit iPad, Block und viel Neugier gehen Grundschulkinder im Stöffel-Park auf Entdeckungstour. Dabei lernen sie heimische Tier- und Pflanzenarten nicht nur im Unterricht, sondern auch direkt in der Natur kennen und bestimmen.
Enspel. Auf dem Gelände des Stöffel-Parks herrscht reges Treiben. Rund 60 Kinder der Stöffelmaus-Schule aus Stockum-Püschen sind auf Fotosafari unterwegs. Mit einem iPad, Stift und Block ausgerüstet suchen sie nach heimischen Tier- und Pflanzenarten. Ziel ist es, die Arten, die sie bereits im Unterricht kennengelernt haben, in ihrer natürlichen Umgebung wiederzufinden, zu bestimmen und zu fotografieren.
Die Fotosafari ist Teil eines langfristigen Projekts der Schule. Dabei sollen die Kinder ihre Artenkenntnis Schritt für Schritt erweitern und gleichzeitig den Lebensraum heimischer Tiere und Pflanzen besser kennenlernen. Nach Angaben der Schulleitung ist dieses Lernziel mit der Schulaufsicht abgestimmt.
Artenkenntnis wächst mit jeder Exkursion
Schulleiterin Susanne Kersten berichtet, dass die Klassen bereits zum zweiten Mal im Stöffel-Park auf Entdeckungstour sind. Die Kinder beschäftigen sich regelmäßig mit den "100 und 1 Tier- und Pflanzenarten", die sie sowohl im Unterricht als auch draußen in der Natur kennenlernen.
Über insgesamt vier Schulklassen hinweg sammeln die Kinder Erfahrungen und entwickeln sich zu aufmerksamen Beobachtern. Sie lernen, welche Arten in Wiesen, an Teichen, im Wald oder in der Luft vorkommen. Die Verbindung von Theorie und Praxis soll das Wissen dauerhaft festigen.
Später werden die fotografierten Arten abgefragt. Wer besonders viele Tiere und Pflanzen sicher bestimmen kann, erhält zusätzliche Punkte. Für viele Kinder ist jedoch vor allem der persönliche Erfolg entscheidend. Sie freuen sich darüber, Arten wie Zauneidechse, Eichelhäher, Admiral, Bachforelle oder Spitzahorn sicher erkennen und benennen zu können.
Heupferdchen ergänzt das Schulprojekt
Ergänzt wird das Naturprojekt durch das "Heupferdchen"-Zertifikat, das von der Universität Bonn entwickelt wurde. Die Lehrer der Stöffelmaus-Schule wurden dafür eigens fortgebildet und haben das Konzept in den Unterricht integriert.
Das Heupferdchen gilt als Auszeichnung für Artenkenntnis und wird häufig mit dem Seepferdchen im Schwimmsport verglichen. Ziel ist es, Kindern grundlegendes Wissen über heimische Tiere und Pflanzen zu vermitteln und sie für einen verantwortungsvollen Umgang mit der Natur zu sensibilisieren.
Zum Programm gehört unter anderem, dass Kinder lernen, Insekten fachgerecht zu fangen, ohne sie zu verletzen. Außerdem müssen sie mehrere heimische Arten sicher erkennen sowie Zeichnungen anfertigen und Besonderheiten einzelner Tiere benennen. Am Ende der vierten Klasse erhalten erfolgreiche Teilnehmer ein Zertifikat und einen Stoffaufnäher.
Stöffel-Park bietet ideale Bedingungen
Nach Einschätzung der Fachdidaktik Biologie der Universität Bonn benötigen Kinder für den Erwerb von Artenkenntnissen naturnahe Orte, an denen sie sich frei bewegen und die heimische Tier- und Pflanzenwelt erkunden können. Genau diese Voraussetzungen bietet der Stöffel-Park.
Das Gelände vereint verschiedene Lebensräume auf engem Raum. Dazu gehören ein Teich, karge Böden und angrenzende Waldflächen. Dadurch finden zahlreiche Tierarten geeignete Lebensbedingungen. Im Park leben unter anderem geschützte Krötenarten sowie weitere Amphibien, Reptilien, Fische, Vögel und Säugetiere.
Begeisterung bis zum Schluss
Zum Abschluss der Fotosafari treffen sich die Kinder in der Alten Schmiede des Stöffel-Parks. Dort interessieren sie sich ebenso für die historischen Maschinen und Informationstafeln wie zuvor für die Natur im Freigelände. Nach einem gemeinsamen Gruppenfoto berichten sie voller Begeisterung von ihren Entdeckungen.
Dabei nennen sie unter anderem Marienkäfer, Tanne, Gänseblümchen, Fingerhut, Karpfen, Kreuzspinne, Rote Waldameise, Uhu und Rotmilan. Das 101. Lebewesen der Aktion steht für die Kinder ebenfalls fest: die Stöffelmaus. (PM/bearbeitet durch Red)
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