Sommerkonzert des Musikvereins Holler verzaubert Publikum
Die Musiker brillieren mit einem abwechslungsreichen Repertoire von Ballade über klassische Blasmusik bis zu Rock-Hits. Anschließend gibt es Public Viewing für das WM-Spiel Deutschland gegen die Elfenbeinküste.
Holler. Das zehnte Open-Air-Konzert des Holler Musikvereins auf dem Konrad-Adenauer-Platz in Montabaur war auch in diesem Jahr eine gelungene Veranstaltung. Der historische Platz in der Kreisstadt war bis auf den letzten Stuhl belegt. Für musikalische Highlights sorgten das Jugendorchester und das Sinfonische Blasorchester. Der Moderator des Abends war Ferdinand Wagner, der für ausgelassene Stimmung sorgte, das Publikum miteinbezog und zum Mitsingen animierte.
Bei strahlendem Sonnenschein und einem lauen Wind genossen die Zuschauer ein vielseitiges Musikprogramm. Von deutschen Hits, Lovesongs und 80er-Jahre-Hits über Rockerklassiker bis zu italienischen und lateinamerikanischen Melodien präsentierten beide Orchester ihr musikalisches Repertoire und begeisterten sowohl die jüngeren als auch die älteren Zuhörer. Für das leibliche Wohl wurde mit Ofenkartoffeln und Pinsa gesorgt. Für den Durst und gegen die Hitze wurden eisgekühlte Getränke serviert.
Jugendorchester eröffnet Konzert
Den Anfang machte das Jugendorchester unter der Leitung von Theresa Keller mit dem Peter-Maffay-Lied "Nessaja" aus dem Musical "Tabaluga oder die Reise zur Vernunft". Das zweite Stück war eher etwas für das jüngere Publikum. Gespielt wurde das Lied "Golden" aus dem Animationsfilm "K-Pop Dämonenjäger", bevor das Jugendorchester den berühmten Hit von Marvin Gaye "Ain’t No Mountain High Enough" zum Besten gab. Mit einem rockigen Abschluss verabschiedete sich das Jugendorchester. Als Letztes spielten sie "The Emptiness Machine" von Linkin Park, bearbeitet durch Theresa Keller.
Nach einer kurzen Umbauphase, in der sich die Zuschauer eine Stärkung oder Abkühlung holen konnten, nahm das Sinfonische Blasorchester auf der Bühne Platz. Es begann mit "On Fire" von Michael Geisler. Parallel wurden auf der Leinwand Bilder des Musikvereins gezeigt. Es passte zum Aufruf des Moderators, bei Interesse dem MV Holler beizutreten und ein Instrument zu erlernen. Anschließend unternahm das Orchester eine Zeitreise in die 80er-Jahre des vergangenen Jahrhunderts und spielte berühmte deutsche Hits. Sehr beeindruckend war, wie das Orchester zwischen den Stücken wechselte, ohne Unterbrechung, in einem fließenden Übergang.
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Mit Humor durch den Abend
Moderator Ferdinand Wagner kündigte jedes Stück in einer sehr humorvollen und amüsanten Weise an. Als für das Lied "Zwei Weggefährten" von Stephan Hutter auf der Bühne etwas aufgebaut werden musste, überbrückte er die Zeit mit einem lustigen Quiz. Er ließ das Publikum Wortpaare raten. Das Publikum machte mit Begeisterung mit und hatte viel Spaß dabei. Bei diesem Stück überzeugten Steffen Mies und Christopher Schmidt mit ihrem Tenorhorn-Solo.
Ein klassisches Blasmusikstück "Graf Zeppelin Marsch" von Carl Teike stand ebenfalls auf dem Programm. Rockig wurde es mit dem Song "Simply the Best" von Tina Turner. Den Gesang übernahm Theresa Keller, die mit ihrer Stimme das Publikum verzückte, unterbrochen von einem Saxofon-Solo von Juliane Wagner. Beide erhielten für ihren Auftritt viel Applaus.
Viel Applaus gab es auch beim ebenfalls rockigen Stück "Summer of ’69" von Bryan Adams. Dabei glänzte Justus Hannappel mit seinem E-Gitarren-Solo. Moderator Wagner scherzte, dass Bryan Adams keine Zeit hatte und der Musikverein stattdessen den 21-jährigen heimischen Weltgitarristen gebeten habe, das Solo zu spielen.
Für Lagerfeuer-Romantik sorgte das bekannte Lied "Country Roads" von John Denver. Nach dem Song animierte der Moderator das Publikum, den Refrain laut mitzusingen. Erneut konnte das Orchester sein musikalisches Können bei einem Medley von "Italo Pop Classics" und lateinamerikanischen Melodien unter dem Titel "Latin Gold" beweisen. Den Abend schloss das Orchester mit dem Lied "Ohne Krimi geht die Mimi nie ins Bett" von Heinz Gietz ab. Den Gesang übernahm Ferdinand Wagner, der im Pyjama auf der Bühne sang.
Nach zwei Zugaben war die musikalische Veranstaltung beendet und die Leinwand wurde für das WM-Spiel Deutschland gegen die Elfenbeinküste freigegeben.
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