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Pressemitteilung vom 22.06.2026    

Römisches Leben am Limes: Neue Figuren erwecken Geschichte zum Leben

Im Naturpark Rhein-Westerwald gibt es Neues zu entdecken. Vier lebensgroße Scherenschnittfiguren bereichern ab sofort die Informationspunkte entlang des Limes, einem bedeutenden UNESCO-Welterbe. Diese Figuren bieten spannende Einblicke in das Alltagsleben der Römer an der historischen Grenze.

Vanessa Selent vom Amt für Stadtmarketing, Irmgard Schröer, Geschäftsführerin des Naturparks Rhein-Westerwald, Peter Bäumer von der Straßen- und Tiefbauabteilung sowie Markus Meinen von der Generaldirektion Kulturelles Erbe Rheinland-Pfalz. Foto: Nico Burkhardt

Neuwied. Wissbegierige Besucher des Limes im Naturpark Rhein-Westerwald können sich nun über eine besondere Erweiterung freuen. Neben den bekannten Infotafeln stehen seit Kurzem vier neue lebensgroße Scherenschnittfiguren bereit, die eindrucksvoll veranschaulichen, wie Menschen vor etwa 2000 Jahren an der Grenze des Römischen Reiches lebten und arbeiteten.

Diese Figuren thematisieren zentrale Aspekte des Lebens am Limes: Handel, das Leben am Limesturm, Schanzarbeit und Nachrichtenübermittlung. Sie zeigen typische Szenen aus einer Zeit, in der der Limes nicht nur als militärische Grenze diente, sondern auch ein Ort des kulturellen und wirtschaftlichen Austauschs war. Lange galt der Limes ausschließlich als militärische Grenze zwischen dem Römischen Reich und den angrenzenden Gebieten. Heute wissen Forschende jedoch, dass hier reger Handel betrieben wurde und Menschen unterschiedlicher Herkunft miteinander in Kontakt standen.

Ergänzend zu den neuen Figuren bieten Tafeln zusätzliche Informationen zu den dargestellten Szenen. Über QR-Codes auf den Tafeln erhalten Interessierte Zugang zu weiterführendem Wissen und anschaulichen Geschichten rund um das Leben an der ehemaligen Reichsgrenze. Die Generaldirektion Kulturelles Erbe Rheinland-Pfalz (GDKE) entwickelte die Motive und arbeitete gemeinsam mit dem Naturpark Rhein-Westerwald an den begleitenden Inhalten.



Seit zwanzig Jahren gehört der Limes zum UNESCO-Welterbe. Bei Rheinbrohl trifft der Niedergermanische Limes auf den Beginn des Obergermanisch-Raetischen Limes. Mehr als 40 Kilometer dieses bedeutenden Bodendenkmals verlaufen durch den Naturpark Rhein-Westerwald. Das Land Rheinland-Pfalz unterstützte die Umsetzung der neuen Scherenschnittfiguren mit rund 8.000 Euro.

An der Scherenschnittfigur "Leben an einem Limesturm" kamen Beteiligte des Projekts zusammen: Vanessa Selent vom Amt für Stadtmarketing, Irmgard Schröer, Geschäftsführerin des Naturparks Rhein-Westerwald, Peter Bäumer von der Straßen- und Tiefbauabteilung sowie Markus Meinen von der Generaldirektion Kulturelles Erbe Rheinland-Pfalz. Die lebensgroßen Figuren machen das römische Leben am Limes anschaulich. PM/Red


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