Pressemitteilung vom 22.06.2026 
Was Hochzeitsversicherungen leisten und worauf Paare achten sollten
Eine Hochzeit kann schnell teuer werden, und unvorhergesehene Ereignisse könnten die Feier ins Wanken bringen. Hochzeitsversicherungen bieten Schutz vor finanziellen Verlusten, aber nicht alle Risiken sind abgedeckt. Was genau versichert ist und worauf Paare achten sollten, erfahren Sie hier.
Düsseldorf. Der schönste Tag im Leben kann ordentlich ins Geld gehen, auch wenn die meisten Paare weit von den finanziellen Möglichkeiten einer Verlobten Taylor Swift oder eines Bräutigams Jeff Bezos entfernt sind. Aber auch für Otto Normalbraut und -bräutigam stellen die Kosten für Saal, Essen, Kleidung, Musik & Co. in der Regel eine finanzielle Herausforderung dar. In Deutschland geben Paare im Durchschnitt 15.000 bis 16.000 Euro für ihre Hochzeit aus.
Ärgerlich, wenn dann womöglich die Feier nicht stattfinden kann oder verschoben werden muss und das junge Glück auf den Kosten für Stornierung oder Umbuchung sitzenbleibt. Zumindest gegen einige Risiken kann man sich absichern. "Als Faustformel gilt: Je teurer die Feier, desto eher ist ein Versicherungsschutz sinnvoll", sagt Philipp Opfermann, Versicherungsexperte der Verbraucherzentrale NRW.
Erkrankungen oder Todesfälle
Verliebte können noch so gut planen - manchmal grätscht das Leben dazwischen. Vor allem schwere Erkrankungen, Unfälle oder Todesfälle können eine Absage oder Verschiebung einer Hochzeit nötig machen. Wenn etwa der Bräutigam plötzlich schwer erkrankt oder der Brautvater überraschend verstirbt und die Feier deshalb abgesagt werden muss, würde eine Versicherung einspringen und die anfallenden Stornierungskosten übernehmen - je nach Vertrag nicht nur für Location und Catering, sondern teils auch für Floristik, Kosmetik, Hochzeitstorten, DJs oder Fotografen.
Arbeitsplatzverlust oder Schwangerschaft
Viele Hochzeitsversicherungen zahlen auch die Stornierungskosten, wenn die Braut oder der Bräutigam unerwartet den Arbeitsplatz verliert, etwa aufgrund betriebsbedingter Kündigung. Ebenfalls häufig abgedeckt ist eine Schwangerschaft der Braut als Absagegrund, sofern ihr dadurch die Teilnahme gesundheitlich nicht möglich oder nicht zumutbar ist. Wie hoch die Stornierungskosten sind und damit die Leistung der Versicherung, hängt letztlich von den Verträgen mit den Dienstleistern sowie vom Zeitpunkt der Stornierung und der vereinbarten Versicherungssumme ab.
Insolvenz des Veranstalters oder Schäden am Eigentum
Auch immer denkbar sind finanzielle Probleme des Veranstalters. Falls die Traum-Location ins Wasser fällt, weil der Veranstalter insolvent ist, würde eine Hochzeitsversicherung die Mehrkosten für Umbuchungen übernehmen und bereits gezahlte Anzahlungen erstatten. Ebenso springen Hochzeitsversicherungen in der Regel ein, wenn beispielsweise durch Brand oder Unwetter das Eigentum der zukünftigen Eheleute zu Schaden kommt und das Paar daher lieber vorerst auf die Feier verzichten muss.
Angebote einholen und vergleichen
Wie immer steckt der Teufel im Detail. Während je nach Ereignis dem Brautpaar gar nicht mehr zum Feiern zumute ist, hält der Versicherer vielleicht das Fest nach entsprechender Trauerphase noch durchaus für zumutbar und sieht keinen Grund für eine Absage und daher nicht für seine Leistungspflicht. Letztlich kommt es also auf den Einzelfall und das berühmte Kleingedruckte, also die Versicherungsbedingungen, an. Die sollten heiratswillige Paare vorab sorgfältig lesen und Angebote vergleichen. Nicht versicherbar ist aber die Trennung des Paares vor der Hochzeit oder schlechtes Wetter. Hier heißt es dann: in guten wie in schlechten Zeiten.
Weiterführende Informationen:
• Check: Welche Versicherungen brauche ich?
(PM/Red)
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