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Pressemitteilung vom 20.06.2026    

Sonnenschutz für Kinder: Tipps der DRK-Kinderklinik Siegen

Zum Tag des Sonnenschutzes am 21. Juni 2026 gibt die DRK-Kinderklinik Siegen wichtige Hinweise zum Schutz von Kinderhaut vor UV-Strahlung. Gerade in den Sommermonaten ist der richtige Umgang mit Sonne entscheidend, um langfristige Hautschäden zu vermeiden.

Der richtige Sonnenschutz ist immens wichtig. (Quelle: Tanja Bauschert)

Siegen. Die Sommermonate laden Kinder dazu ein, viel Zeit im Freien zu verbringen. Doch gerade für empfindliche Kinderhaut birgt die Sonne erhebliche Risiken. "Der richtige Sonnenschutz ist immens wichtig. Er vermeidet akute Sonnenbrände und auch chronische Hautschäden bei Kindern", betont Dr. Gebhard Buchal, Chefarzt Pädiatrie in der DRK-Kinderklinik Siegen.

Jeder Sonnenbrand im Kindesalter erhöht das Risiko von Hautkrebs im Erwachsenenalter erheblich.

Kinderhaut ist besonders empfindlich
Kinder sind besonders empfindlich gegenüber UV-Strahlung, da ihre Haut weniger schützende Pigmente produziert und Schäden nur begrenzt reparieren kann. Zudem können sie ihren Wärmehaushalt noch nicht vollständig regulieren. Deshalb sollten kindgerechte Sonnenschutzmittel mit mindestens Lichtschutzfaktor 30 sowie geeignete Kleidung verwendet werden. Langärmelige, leichte Baumwollkleidung, Kopfbedeckungen
mit Gesichts- und Nackenschutz sowie schattige Aufenthaltsorte schützen empfindliche Kinderhaut. Besonders Säuglinge unter einem Jahr sollten direkter Sonneneinstrahlung ferngehalten werden, da ihre Haut sehr dünn ist und der natürliche UV-Eigenschutz sich erst entwickelt.

Mittagssonne vermeiden
Dr. Buchal empfiehlt, dass Eltern die intensivste Sonnenzeit des Tages im Blick behalten sollten. Mehr als 80 Prozent der täglichen UV-Strahlung treffen zwischen 11 und 16 Uhr auf die Erde. Wer die direkte Mittagssonne meidet, reduziert das Risiko eines Sonnenbrandes erheblich.
Eine einfache Regel für Schulkinder ist die Schattenregel: "Spiel nicht in der prallen Sonne, solange dein Schatten kleiner ist als dein Körper."



Sollte es dennoch zu einem Sonnenbrand kommen, ist schnelles Handeln erforderlich. Das betroffene Kind sollte umgehend aus der Sonne geholt und an einen kühlen, schattigen Ort gebracht werden. Leichte Beschwerden lassen sich mit feuchten Umschlägen oder kühlenden Lotionen lindern, während stärkere Verbrennungen ärztlich behandelt werden sollten. Bläschen dürfen keinesfalls geöffnet werden, um Entzündungen zu vermeiden.

Flüssigkeit ist wichtig
In schweren Fällen kann sogar eine stationäre Behandlung notwendig werden. "Gegebenenfalls ist eine intravenöse Flüssigkeitszufuhr oder eine spezielle Verbrennungsbehandlung erforderlich. Entscheidend ist außerdem, dass Kinder erst dann wieder der Sonne ausgesetzt werden, wenn die Haut vollständig ausgeheilt ist", konstatiert Dr. Gebhard Buchal. (PM/Red)


Mehr dazu:   Umwelt & Gesundheit  
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