Rheinland-Pfalz setzt auf Innovationsagentur als Wirtschaftsmotor
Der neue Wirtschaftsminister von Rheinland-Pfalz, Michael Ebling, hat seine Pläne zur Förderung der Ansiedlung von Unternehmen bekanntgegeben. Im Mittelpunkt steht die Weiterentwicklung der Innovationsagentur, um das Bundesland wirtschaftlich zu stärken.
Rheinland-Pfalz. Der frisch ernannte Wirtschaftsminister Michael Ebling plant, die Innovationsagentur zu einem Aushängeschild für Rheinland-Pfalz zu machen. "Innovation ist ein großes und wichtiges Thema und die Agentur soll die Menschen in der Region noch stärker zusammenbringen", erklärte der SPD-Politiker gegenüber der Deutschen Presse-Agentur in Mainz. Ziel ist es, ein umfassendes Ansiedlungsmanagement aus einer Hand zu schaffen.
Ansiedlung leicht gemacht
Ein wesentlicher Bestandteil dieser Strategie ist die Gründung einer Standortgesellschaft im Jahr 2027. Diese Gesellschaft soll als zentrale Anlaufstelle für Unternehmen dienen, die sich in der Region ansiedeln möchten. Dazu gehört auch die Bereitstellung von bis zu 1.000 Hektar geeigneter Gewerbeflächen, die den Firmen eine einfache und schnelle Ansiedlung ermöglichen sollen. "Wir wollen als Land Akteur in der Vermittlung sein", betonte Ebling.
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Trotz rückläufiger Gründerzahlen sieht Ebling Potenzial in der starken Forschungslandschaft des Landes. Die geografische Lage von Rheinland-Pfalz als Grenzregion zu Luxemburg, Frankreich und Belgien sowie zu vier anderen Bundesländern - Hessen, Nordrhein-Westfalen, Baden-Württemberg und das Saarland - könne dabei von Vorteil sein.
Schnieder will mehr Hidden Champions
Ministerpräsident Gordon Schnieder äußerte in seiner Regierungserklärung, dass durch die Arbeit der Innovationsagentur die Zahl der sogenannten Hidden Champions - mittelständische Unternehmen, die in ihrer Nische weltweit führend sind - erhöht werden könnte. Ebling fügte hinzu, dass die Kompetenzen der Wirtschaftsförderung, der nachhaltigen Energieversorgung und der Landesplanung gebündelt würden, um ein zentrales Ansiedlungsmanagement zu schaffen. (dpa/bearbeitet durch Red)
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