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Pressemitteilung vom 17.06.2026    

Ein neuer Weg zur inneren Einkehr: Der Pilgerweg des Evangelischen Dekanats Westerwald eröffnet

Mit einer feierlichen Zeremonie und einer Wanderung wurde der neue Pilgerweg des Evangelischen Dekanats Westerwald eingeweiht. Diese Route bietet nicht nur landschaftliche Schönheiten, sondern auch spirituelle Erlebnisse. Die Beteiligten berichten von ihren Eindrücken und der Bedeutung des Projekts.

Dekan Axel Wengenroth und die Besucher und Besucherinnen während der offiziellen Eröffnung des Pilgerwegs. Foto: Peter Bongard

Willmenrod. Der langersehnte Pilgerweg des Evangelischen Dekanats Westerwald ist nun offiziell eröffnet. Rund 50 Personen nahmen an der Eröffnungsfeier teil, die mit einer Wanderung, einem Gottesdienst und geselligem Beisammensein bei Kaffee, Kuchen und Suppe in Willmenrod begangen wurde. Ab sofort können Pilger die rund 200 Kilometer lange Strecke erkunden, die in zwölf Etappen durch Orte wie Westerburg, Wallmerod, Montabaur und Bad Marienberg führt.

Am Tag der Eröffnung pilgerten die Gäste von verschiedenen Startpunkten wie Wallmerod, Westerburg und Gemünden nach Willmenrod. Bettina Dreiseitel, Mitglied des Dekanats-Pilgerteams, leitete die Gruppe aus Gemünden. Sie und ihre Kolleginnen Ricarda Schneider, Regina Kehr und Bettina Kaiser haben die Route sorgfältig geplant und mehrfach überprüft. "Wir haben die Route mehrfach überprüft, korrigiert und in der Wander-App Komoot eingetragen. Jetzt ist die Strecke traumhaft schön", schwärmt Dreiseitel. "Die Route führt an Feldern vorbei; wenn man sich Schatten wünscht, kommt ein kühler Wald, es gibt viele Bänke und alle Wege sind gut bewältigbar." Mitpilgerin Sylvia pflichtet ihr bei: "Die Leute wissen gar nicht, welche wundervollen Orte es hier gibt." Auch Christina, eine Besucherin, zeigt sich begeistert: "Das ist eine schöne Idee! Heute ist's zwar nur ein Tagesausflug, aber ich überlege, den Weg mal komplett zu gehen."



Während der Eröffnungspilgerung hielten die Teilnehmer an idyllisch gelegenen Weihern für einen Impuls inne, schwiegen auf einem Teil des Weges und wurden von neugierigen Kühen und schmunzelnden Waldarbeitern beobachtet. Sie überquerten Bachläufe und pusteten am Ende kleine Federn in den Wäller Wind - ein Symbol für den Ballast des Alltags, der während des Pilgerns leichter werden kann.

Pfarrerin Sabine Jungbluth betont die spirituelle Dimension des Pilgerns: "Es ist ein Unterwegssein mit sich selbst und mit Gott." Regina Kehr sieht den Weg ebenfalls als Geschenk, das trotz einiger Herausforderungen während der Planung entstand. "Uns wurde währenddessen noch einmal bewusst, wie riesig unser Dekanat ist", sagt sie. Der Dekanatspilgerweg ist digital auf Komoot verfügbar und wird durch eine Übersichtskarte mit QR-Codes sowie einen Pilgerausweis ergänzt. Regina Kehr dankt dem Innovationsfonds "Spielräume" der Evangelischen Kirche in Hessen und Nassau und ihrem engagierten Team.

Dekan Axel Wengenroth segnete den neuen Pilgerweg feierlich: "Pilgern ist eine wundervolle Möglichkeit, Gott zu begegnen - wann und wo Er will."

Anmeldungen und weitere Informationen zum Pilgerweg, einschließlich eines Pilgerpasses und der neuen faltbaren Pilgerkarte, sind bei Regina Kehr unter Telefon 02663/968229 erhältlich.


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