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Nachricht vom 09.06.2026    

Erhöhung der Beamtengehälter in Rheinland-Pfalz beschlossen

In Rheinland-Pfalz gibt es gute Nachrichten für Landesbeamte und Richter: Sie erhalten mehr Gehalt. Die Landesregierung hat sich entschlossen, die Tarifeinigung des öffentlichen Dienstes auf diese Gruppen zu übertragen.

Flagge Rheinland-Pfalz. Foto: Arne Dedert/dpa

Mainz. Zehntausende Landesbeamte und Richter in Rheinland-Pfalz dürfen sich über eine Gehaltserhöhung freuen. Ministerpräsident Gordon Schnieder (CDU) und Finanzministerin Doris Ahnen (SPD) verkündeten nach einer Kabinettssitzung in Mainz, dass das Land die Tarifeinigung für den öffentlichen Dienst der Länder übernehmen wird. Diese Entscheidung wird das Land in den kommenden Jahren jeweils dreistellige Millionensummen kosten.

Zum 1. April 2026 steigen die Bezüge der Landesbeamtinnen und -beamten um 3,3 Prozent, zum 1. März 2027 um weitere 2,0 Prozent und schließlich zum 1. Januar 2028 nochmals um 1,0 Prozent. In der untersten Besoldungsgruppe ist ein Gehaltszuwachs von mindestens 100 Euro im ersten Schritt vorgesehen. Auch Zulagen für Schichtdienste werden erhöht.

Dreistellige Millionenkosten für Landeshaushalt
Für das Jahr 2026 belaufen sich die Kosten der Übertragung auf rund 166 Millionen Euro. Im Jahr 2027 werden es 337 Millionen Euro sein, und bis 2028 steigt die Summe auf etwa 431 Millionen Euro an. "Die Anpassung ist Ausdruck unserer Wertschätzung und zugleich eine wichtige Investition in die Attraktivität und Zukunftsfähigkeit des öffentlichen Dienstes", erklärten Schnieder und Ahnen. Allein im Schuldienst und bei der Polizei arbeiten im Land mehr als 50.000 Beamtinnen und Beamte.



Am 14. Februar 2026 hatten sich die Gewerkschaften Verdi und der Beamtenbund dbb mit der Tarifgemeinschaft deutscher Länder (TdL) in Potsdam auf einen neuen Tarifvertrag für die rund 925.000 Tarifbeschäftigten der Länder geeinigt. Vereinbart wurde eine schrittweise Erhöhung der Gehälter um insgesamt 5,8 Prozent. Die Gesamtkosten für die Länder wurden, inklusive der geplanten Übertragung auf Beamte und Pensionäre, auf 12,34 Milliarden Euro geschätzt. (dpa/bearbeitet durch Red)


Mehr dazu:   Wirtschaft  
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