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Nachricht vom 09.06.2026    

Tödlicher Irrtum bei GSG-9-Übung – Bundespolizist aus dem Westerwald gestorben

Ein Bundespolizist und Mitglied der Spezialeinheit GSG 9 aus dem Westerwald ist bei einem Schießtraining in Norddeutschland ums Leben gekommen. Nach dem Ermittlungsstand von Polizei und Staatsanwaltschaft Lübeck geht der Tod auf ein folgenschweres Vertauschen von Übungs- und scharfer Munition zurück.

Foto: Bundespolizei

Westerwaldkreis. Der Tod eines Bundespolizisten aus dem Westerwald bei einem Schießtraining der GSG 9 ist nach Angaben der Ermittler weitgehend aufgeklärt. Der Vorfall ereignete sich auf dem Truppenübungsplatz Putlos in Holstein, und die Ermittler gehen von einem fatalen Vertauschen von Munition aus. Der Truppenübungsplatz Putlos liegt unweit der Insel Fehmarn.

Nach dem derzeitigen Ermittlungsstand von Polizei und Staatsanwaltschaft Lübeck hatte ein Kamerad mutmaßlich beim Laden einer für die Übung vorgesehenen dienstlichen Waffe Übungsmunition mit scharfer Munition vertauscht. Während der anschließend mit Übungsmunition geplanten Übung gab der Trainingsteilnehmer dann einen Schuss mit scharfer Munition ab. Eine Vorverurteilung ist damit nicht verbunden – die Bewertung des Geschehens obliegt den Ermittlungsbehörden.



Für die Region hat der Fall eine besondere Tragweite: Wie die Westerwälder Zeitung berichtet, stammte der getötete GSG-9-Mann aus dem Westerwald und wurde in der vergangenen Woche in Großholbach beigesetzt. Aus Rücksicht auf die Angehörigen und wegen der grundsätzlich geheim gehaltenen Identitäten der Einheit wird der Name nicht genannt.

Bundesinnenminister Alexander Dobrindt (CSU) hatte nach dem Vorfall von einem sehr tragischen Unfall gesprochen. Die GSG 9 ist eine Spezialeinheit der Bundespolizei zur Bekämpfung des Terrorismus; der Vorfall ereignete sich am 11. Mai 2026. Red

Quellen: Polizei und Staatsanwaltschaft Lübeck; Westerwälder Zeitung; Tagesschau/SWR.


Mehr dazu:   Blaulicht  
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