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Nachricht vom 08.06.2026    

Leserbrief zu Windkraft in Vielbach: "Für Klarheit, Verantwortung und eine starke Zukunft"

LESERMEINUNG | Während der Gemeinderat in Vielbach den Bebauungsplan für zwei Windkraftanlagen beschlossen hat, geht die Diskussion im Ort weiter. Ein Leser hat sich mit einem öffentlichen Brief die Redaktion gewandt.

(Symbolbild: Pixabay)

Vielbach. Der Leserbrief im Wortlaut: "Ich verfolge die Diskussionen und die auffallend einseitige Berichterstattung zum Windpark "Drei Eichen" sehr genau. Viele Sorgen sind nachvollziehbar - aber vieles, was derzeit verbreitet wird, ist überzogen oder schlicht falsch. Wer Verantwortung trägt, darf sich nicht von Schlagworten treiben lassen, sondern muss auf Grundlage von Fakten entscheiden.

Unsere Wälder sterben nicht wegen Windkraft, sondern wegen Klimawandel, Dürre und Borkenkäfer. Das ist wissenschaftlich belegt. Wer den Wald schützen will, muss die Ursachen bekämpfen - nicht die Technologien, die genau dazu beitragen. Windenergie ist kein Problem, sie ist ein Teil der Lösung.

Lesen Sie dazu:
Vielbach beschließt Bebauungsplan für Windkraft - Bürgermeister hofft, dass sich "Situation beruhigt"

Auch die angeblichen Gesundheitsgefahren halten keiner seriösen Prüfung stand. Fachbehörden wie das Umweltbundesamt und die WHO kommen seit Jahren zu dem gleichen Ergebnis: Bei Einhaltung der Abstände sind keine gesundheitlichen Schäden durch Infraschall oder Lärm nachweisbar. Sorgen sind menschlich - aber sie ersetzen keine Fakten.

Die Planungsphase dient genau dem, was viele einfordern: Transparenz, Gutachten, Verträge, Rückbaukonzepte. Und sie schafft Einnahmen, die jeden einzelnen Bürger entlasten: Die Pachtmittel sollen unter anderem die Grundsteuer stabilisieren. Das ist konkrete Entlastung, nicht theoretische Hoffnung.



Was in der Debatte viel zu kurz kommt: Unsere Gemeinderäte leisten hier außergewöhnlich gute Arbeit. Eine Gemeinde hat sogar einen ausführlichen Flyer mit fundierten Quellenangaben erstellt, um sachlich zu informieren. Die Räte machen all das ehrenamtlich, in ihrer Freizeit, ohne Bezahlung. Und sie leben selbst im Ort. Niemand, der seine eigenen Kinder, seine Familie und sich selbst schützen will, trifft leichtfertige Entscheidungen. Sie verdienen Respekt und Unterstützung - nicht Drohungen, Unterstellungen oder persönliche Angriffe.

Besonders irritierend ist in diesem Zusammenhang die Ankündigung eines Unternehmers, seinen Betrieb aus Protest gegen die Ratsentscheidung aus dem Ort abzumelden. Damit schadet er nicht dem Rat - sondern den Bürgerinnen und Bürgern, die seine Dienstleistungen nutzen und die Gewerbesteuer-Einnahmen tragen. Wer so handelt, sollte sich fragen lassen, ob er wirklich im Sinne der Gemeinschaft handelt. Und die Bürger sollten künftig sehr genau prüfen, wo sie ihre Mietverträge abschließen und wen sie damit unterstützen. Umso wichtiger ist es, die Schlagwort Kampagnen der Bürgerinitiative kritisch zu hinterfragen. Dramatische Begriffe ersetzen keine Argumente. Nicht jede Behauptung wird durch Wiederholung wahr. Wer Verantwortung übernehmen will, prüft Informationen, bevor er sie weiterverbreitet. Die Gemeinderäte haben keinen Schnellschuss abgegeben, sondern einen mutigen und verantwortungsvollen Schritt: Sie prüfen, bevor sie entscheiden. Genauso funktioniert seriöse Kommunalpolitik. Windenergie ist kein Verlust unserer Heimat - sie ist ein Beitrag dazu, dass wir sie auch in Zukunft Heimat nennen können. Frei nach dem Motto: 'Drei Eichen: Mehr Energie, weniger heiße Luft'."

Anonymer Leser


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