Pressemitteilung vom 02.06.2026 
Wirtschaftliche Unsicherheit im Westerwaldkreis nimmt zu
Die neueste Konjunkturumfrage der Industrie- und Handelskammer (IHK) Koblenz zeigt eine deutliche Verschlechterung der wirtschaftlichen Lage im Westerwaldkreis. Der Rückgang des IHK-Konjunkturklimaindex spiegelt die zunehmende Skepsis der regionalen Unternehmen wider.
Koblenz. Die wirtschaftliche Stimmung im Westerwaldkreis hat sich im Frühsommer 2026 weiter eingetrübt. Der IHK-Konjunkturklimaindex, der sowohl die aktuelle Geschäftslage als auch die Erwartungen der gewerblichen Wirtschaft zusammenfasst, ist auf 78 Punkte gesunken. Dieser Wert liegt deutlich unter der Wachstumsschwelle von 100 Punkten und signalisiert eine mehrheitlich negative Gesamtstimmung in der Region.
Die Mehrheit der regionalen Unternehmen (53 Prozent) bewertet ihre derzeitige Geschäftslage als "befriedigend". Zu Beginn des Jahres schätzten noch 26 Prozent der Betriebe ihre Lage als "gut" ein. Aktuell sind es nur noch 19 Prozent.
Besonders stark haben sich die Geschäftserwartungen eingetrübt. Lediglich jedes zehnte Unternehmen rechnet in den kommenden zwölf Monaten mit einer Verbesserung der Lage, während 47 Prozent keine Veränderung erwarten. Der Saldo aus positiven und negativen Erwartungen sinkt damit auf –33 Prozentpunkte und fällt pessimistischer aus als in früheren Umfragen.
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Auch bei den Investitionsabsichten zeigt sich Zurückhaltung. Zwar plant gut ein Fünftel der Unternehmen höhere Investitionen, jedoch rechnen 41 Prozent mit geringeren Ausgaben. Die Beschäftigungserwartungen bleiben stabil: 70 Prozent der Unternehmen beabsichtigen, ihre Belegschaften konstant zu halten, während nur 8 Prozent einen Personalaufbau planen.
Als größte Risiken für die wirtschaftliche Entwicklung in den nächsten zwölf Monaten werden die wirtschaftspolitischen Rahmenbedingungen genannt (68 Prozent). Auch die Rohstoffpreise (65 Prozent), Energiepreise (62 Prozent), die Inlandsnachfrage (59 Prozent) und steigende Arbeitskosten (47 Prozent) belasten die Unternehmen zusätzlich. (PM/Red)
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