Pressemitteilung vom 27.05.2026 
Ein Segen fürs Leben: Neues Buch über Katharina Kasper in Dernbach vorgestellt
Im Kloster Maria Hilf in Dernbach stand 26. Mai eine Buchvorstellung ganz im Zeichen von Katharina Kasper. Der Nachmittag verband Vortrag, Gespräch und Musik in heiterer Atmosphäre. Im Mittelpunkt ging es um die Frage, was von Kaspers Geist bis heute trägt.
Dernbach. Im Kloster Maria Hilf herrschte drinnen eine erfrischende und heitere Atmosphäre, während draußen die Hitze eines frühen Sommertages über Dernbach lag. Die Gäste lachten, schmunzelten und hörten aufmerksam zu. Spürbar war eine große Verbundenheit untereinander, verbunden mit dem Gedenken an den Geburtstag von Katharina Kasper an 26. Mai. Sr. M. Theresia Winkelhöfer ADJC begrüßte die Anwesenden und machte damit auch die besondere Freude sichtbar, mit der die Dernbacher Schwestern den Nachmittag vorbereitet hatten.
Buchvorstellung im Mittelpunkt
Die Veranstaltung trug den Titel "Ein Segen fürs Leben" und drehte sich um das neue Buch von Pater Prof. Dr. Rainer Berndt SJ über die Limburger Bistumsheilige. Der Rahmen machte deutlich, dass es nicht nur um historische Daten ging, sondern um die Frage, was von Katharina Kaspers Geist lebendig geblieben ist und wie ihre Spiritualität Menschen heute Orientierung geben kann. Durch den Nachmittag führte Dr. Georg Poell, Leiter der Katholischen Erwachsenenbildung Westerwald - Rhein-Lahn (KEB). Er verband Vortrag, Gespräch und musikalische Elemente zu einer offenen und persönlichen Gesprächsatmosphäre.
Keine klassische Biografie
In die Publikation führte Dr. Ralf Stammberger ein, Leistungsbereichsleiter Pastoral und Bildung im Bistum Limburg. Er ordnete das Werk als keine klassische Biografie ein und verwies auf die äußere Form mit 444 eng bedruckten Seiten und einem umfangreichen Inhaltsverzeichnis. Das Buch sei nicht in erster Linie als Sachbuch angelegt, sondern als geistliche Lektüre. Damit liegt der Schwerpunkt auf dem Zugang über Texte, die nicht nur informieren, sondern auch zur persönlichen Auseinandersetzung anregen.
Briefe als Zugang zu Denken und Spiritualität
Im Zentrum stehen Briefe von Katharina Kasper. Dr. Stammberger hob hervor, dass darin ein besonderer Schatz liege, weil die Texte Einblicke in Kaspers Denken, ihre Spiritualität und ihre Theologie ermöglichen. Pater Berndt erschließe die Briefe nicht nur historisch, sondern richte den Blick darauf, was sie heutigen Lesern sagen können. So entstehe eine Einladung, sich auf Kaspers innere Haltung einzulassen und ihren Glauben als lebendige Kraft wahrzunehmen. In diesem Zusammenhang wurde das Werk als Möglichkeit beschrieben, Katharina Kasper als geistliche Lehrerin neu zu entdecken.
Spiritualität mit Blick auf das Leben
Als prägend wurde hervorgehoben, dass Katharina Kaspers Spiritualität nichts Weltfremdes gehabt habe. Die Schöpfung sei ihr als geistlicher Genuss wichtig gewesen. Daraus wurde ein Glaube abgeleitet, der das Leben trotz Mühen bejaht und Hoffnung sowie Zuversicht vermittelt. Gleichzeitig wurde betont, wie stark Kasper die frühen Jahre des Bistums Limburg geprägt habe. Sie habe die Entwicklung des jungen Bistums entscheidend mitgestaltet und vielerorts Spuren hinterlassen, die bis heute sichtbar seien. Ihr entschlossenes Handeln aus dem Glauben heraus habe Menschen bewegt und Strukturen geschaffen, die über ihre Lebenszeit hinaus wirkten.
Gespräch und Resonanz der Teilnehmenden
Im anschließenden Gespräch wurde deutlich, dass Katharina Kasper für viele nicht nur eine Gestalt der Vergangenheit ist. Besonders für die Dernbacher Schwestern zeigt sich ihre Spiritualität als gelebte Gegenwart. Eine Schwester beschrieb, dass Kasper von Gottes Geist bewegt gewesen sei und daraus die Kraft gewonnen habe, aus kleinen Anfängen das aufzubauen, was später daraus entstanden sei. Sr. M. Theresia Winkelhöfer ADJC sprach mit spürbarer Begeisterung über das Werk und machte deutlich, wie sehr die Lektüre sie beschäftigt. Eine weitere Schwester fasste die Wirkung des Nachmittags so zusammen, dass der Vortrag die Freude, eine Dernbacher Schwester zu sein, noch verstärkt habe. Auch Dieter Knopp wurde nicht erwähnt, dieser Abschnitt gehört hier nicht dazu, daher bleibt es bei den genannten Personen und Aussagen aus dem Text.
Fragen zur Zukunft und Auftrag der Gemeinschaft
Pfarrer Andreas Fuchs richtete den Blick auf die Zukunft der Armen Dienstmägde Jesu Christi. Wie es mit der Gemeinschaft weitergehe, könne niemand wissen. Zugleich wurde der Gedanke betont, dass Katharina Kaspers Geist auch heute weitergetragen werden kann, als Einladung, ihre Spiritualität in die Gegenwart zu übersetzen und Menschen dort beizustehen, wo Hilfe gebraucht wird.
Musik, Geburtstag und Gottesdienst
Zum Ende entstand ein besonders familiärer Moment. Hildegard Schaefer-Breit spielte am Klavier Variationen von "Zum Geburtstag viel Glück". Zahlreiche Anwesende stimmten spontan ein und sangen für Katharina Kasper. Den Abschluss bildete ein gemeinsamer Gottesdienst in der Klosterkirche. Veranstaltet wurde der Nachmittag vom Bistum Limburg gemeinsam mit der Katholischen Erwachsenenbildung Westerwald - Rhein-Lahn (KEB) und den Dernbacher Schwestern (ADJC). (PM/bearbeitet durch Red)
Lokales: Wirges & Umgebung
Feedback: Hinweise an die Redaktion



























