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Nachricht vom 25.05.2026    

Kommunen in Rheinland-Pfalz sparen mit erneuerbaren Energien

Erneuerbare Energien bieten Städten und Gemeinden in Rheinland-Pfalz die Möglichkeit, Kosten einzusparen. Ein Experte der Energie- und Klimaschutzagentur erläutert, wie Batteriespeicher dabei helfen können.

Photovoltaik auf Dächern (Foto: Thomas Frey/dpa)

Rheinland-Pfalz. Eine Vielzahl finanziell belasteter Kommunen in Rheinland-Pfalz kann durch den Einsatz von erneuerbaren Energien und Batteriespeichern erhebliche Einsparungen erzielen. "Die eigene Stromerzeugung, selbst aus kleineren und mittleren Photovoltaikanlagen, ist mit rund sechs bis zehn Cent pro Kilowattstunde konkurrenzlos günstig", erklärte Torsten Seltmann, Referent für erneuerbare Energien bei der Energie- und Klimaschutzagentur, im Gespräch mit der Deutschen Presse-Agentur. Kommunen könnten dadurch ihre Liegenschaften kostengünstig mit Strom versorgen. "Selbst außerhalb der Sonnenscheinstunden kann der Strom aus der eigenen Photovoltaikanlage über einen Batteriespeicher bezogen werden."

Beispiel Alzey
Die Stadt Alzey zeigt, wie es geht: Mit Photovoltaik und Batteriespeichern erreicht sie einen Eigenverbrauch von etwa 50 Prozent und spart damit jährlich rund 60.000 Euro an Energiekosten. Die Stadt hat in den letzten zwei Jahren acht Photovoltaikanlagen mit einer Gesamtleistung von rund 450 Kilowatt-Peak (kWp) installiert und dazu fünf Stromspeicher mit insgesamt 120 Kilowattstunden Kapazität ergänzt.

Einsparungen auf mehreren Ebenen
Seltmann erklärt, dass die Einsparungen auf verschiedenen Ebenen entstehen. Zum einen produzieren Kommunen einen Teil ihres Stroms selbst und müssen somit weniger teuren Strom vom Versorger kaufen. Netzstrom kostet häufig 25 bis 35 Cent pro Kilowattstunde, während selbst erzeugter Solarstrom oft nur ein Drittel davon ausmacht.



Batteriespeicher erhöhen den wirtschaftlichen Nutzen
"Zum anderen können Batteriespeicher den wirtschaftlichen Nutzen deutlich erhöhen", so Seltmann weiter. Ohne Speicher würde überschüssiger Solarstrom tagsüber oft ins Netz eingespeist, zu vergleichsweise niedrigen Vergütungssätzen. Wenn die Kommune denselben Strom später wieder aus dem Netz beziehen muss, zahlt sie deutlich höhere Preise. Mit einem Batteriespeicher kann der günstige eigene Solarstrom zwischengespeichert und abends oder nachts selbst genutzt werden. Dadurch steigt der Eigenverbrauch, und die Differenz zwischen niedriger Einspeisevergütung und hohem Strombezugspreis bleibt der Kommune erspart.

Mit Bilanzkreismodellen lässt sich noch mehr sparen
Zusätzliche Einsparmöglichkeiten ergeben sich durch sogenannte Bilanzkreismodelle innerhalb der Kommune. Dabei wird der auf einem Gebäude erzeugte Solarstrom nicht nur direkt dort verbraucht, sondern bilanziell auch anderen kommunalen Liegenschaften zugeordnet. Das können Kitas, Schulen oder Verwaltungsgebäude sein. Überschüssiger Strom vom Dach einer Sporthalle könnte dann rechnerisch ein Rathaus oder eine Grundschule mitversorgen. "Kommunen können so ihren selbst erzeugten Strom deutlich besser ausnutzen", erläuterte Seltmann.

Investitionen in eine zumindest teilweise Eigenversorgung sind zugleich eine Art Versicherung gegen weiter steigende Strompreise. "Denn die Kosten für die Strommengen aus eigener Versorgung sind nicht von Kostensteigerungen betroffen." (dpa/bearbeitet durch Red)


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