Der "Tag der offenen Tür" der Feuerwehr Siershahn entwickelte sich zu einem Dorffest
Von Wolfgang Rabsch
Am Pfingstsonntag (24. Mai) verwandelte sich das Gerätehaus der Feuerwehr Siershahn in einen lebhaften Treffpunkt für die Dorfgemeinschaft. Bei strahlendem Sonnenschein bot der "Tag der offenen Tür" ein buntes Programm, das zahlreiche Besucher anzog.
Siershahn. Die Feuerwehr in Siershahn hatte zum "Tag der offenen Tür" eingeladen und konnte diese Veranstaltung letztendlich als vollen Erfolg verbuchen. Natürlich spielten auch die Witterungsbedingungen eine große Rolle, denn die Floriansjünger aus Siershahn hatten nach Tagen der Unbeständigkeit, anscheinend den richtigen Draht nach oben gefunden, denn es herrschten fast schon hochsommerliche Temperaturen in der Friedensstraße. Im Gerätehaus fanden Sonnen- und Hitzeempfindliche angenehme Abkühlung, während Sonnenanbeter sich vor dem Gerätehaus den ersten Sonnenbrand zulegen konnten.
Die "Blaulichtfamilie" hält zusammen
Der "Tag der offenen Tür" wurde schon am Vorabend eingeläutet, als sich viele Mitglieder zur Einstimmung und Lagebesprechung auf den folgenden Tag, zu einem kleinen Umtrunk im Gerätehaus einfanden. Wie zuvor erwähnt, im Gerätehaus und davor herrschte ein solcher Hochbetrieb, dass man, ohne zu übertreiben, dem "Tag der offenen Tür" auch das Prädikat "Dorf- und Familienfest" verleihen könnte. Einige Teileinheiten der Feuerwehren aus der Nachbarschaft nutzten ebenfalls die Gelegenheit, bei den Kameraden vorbeizuschauen. Unter anderem waren Feuerwehren aus Selters, Ransbach-Baumbach, Helferskirchen und Leuterod zu sehen, die auch mit Einsatzfahrzeugen zu Besuch waren.
Das "HLF 10" war ein Hingucker
Das neue Hilfeleistungslöschgruppenfahrzeug (HLF 10) wurde von den Kollegen der anderen Feuerwehren prüfend in Augenschein genommen und für gut befunden. Die Gesamtkosten zur Beschaffung des HLF 10 betrugen etwa 500.000 Euro, die auch einer wahren Kostenexplosion geschuldet waren. Die Kuriere berichteten über die Übergabe des Tanklöschfahrzeugs HLF 10.
Auf dem Gelände herrschte ein reges Durcheinander, da jeder mit jedem konnte. An den Stehtischen sowie auf den Sitzbänken wurde gescherzt und gelacht, auch kühle Getränke erwiesen sich nicht als Spaßbremse, ganz im Gegenteil. Vor dem Imbisswagen bildeten sich lange Warteschlangen, die auch dadurch entstanden sein könnten, dass viele Gäste den Frühschoppen besuchten, dann das Mittagessen daheim ausfallen ließen und gleich in den Nachmittag hinein feierten. Der DRK-Ortsverein Siershahn hatte zudem ein überragendes Kuchenbuffet angeboten, das von den Besuchern gerne angenommen wurde.
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Ein Höhepunkt der Veranstaltung war zweifelsfrei die Schau-Löschvorführung der Jugendfeuerwehr Siershahn, die über einen simulierten Notruf zu einem Autobrand gerufen wurde. Mit "Tatütata" und Blaulicht rückten die jungen Floriansjünger aus und begannen unter den Augen vieler Zuschauer, mit der Löschübung. Schlauch ausrollen, am Verteiler ankuppeln und Wasser in die Schläuche lassen, bis dann das erlösende Kommando kommt "Wasser marsch". Da das Feuer mit einem Wasserstrahl nicht gelöscht werden konnte, musste noch ein zweiter Schlauch in Betrieb genommen werden, sodass es im Zusammenwirken von beiden Schläuchen gelang, den Autobrand zu löschen. Für ihre gelungene Schauübung erhielten die jungen Feuerwehrleute viel Beifall von den Zuschauern.
Musik, Beifall und beste Laune
Der Musikverein Siershahn, unter dem Dirigat von Oliver Krämer, unterhielt die Gäste mit flotten Rhythmen und trug wesentlich zur guten Stimmung der Veranstaltung bei. In Siershahn konnten sich die Besucher auch über den Hit von der Spider Murphy Gang "Skandal im Sperrbezirk" freuen.
Alles in allem dürfte der "Tag der offenen Tür" den Erwartungen der veranstaltenden Feuerwehr Siershahn entsprochen haben, vielleicht hat er sie sogar etwas übertroffen. Auf jeden Fall konnte man den Eindruck gewinnen, dass die Bevölkerung in Siershahn bedingungslos hinter ihren Floriansjüngern steht. Überhaupt können die Feuerwehren im Westerwald sich der bestmöglichen Unterstützung durch den Kreis und die Verbandsgemeinden sicher sein, denn alle wissen: Wenn das Feuerwehrwesen nicht mehr funktioniert, könnte großes Unheil über Betroffene bei Brand und Unglücken hereinbrechen.
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