Pressemitteilung vom 20.05.2026 
Kinder auf Rädern: Kidical Mass in Montabaur setzt Zeichen für sichere Schulwege
Am Samstag (16. Mai 2026) versammelten sich mehr als 100 Kinder, Eltern und Großeltern in Montabaur zur dritten Kidical Mass. Die Veranstaltung zog zahlreiche Unterstützer an und betonte die dringende Notwendigkeit sicherer Radwege in der Region.
Montabaur. Mehr als 100 Teilnehmende fanden sich am Samstag (16. Mai) in Montabaur ein, um bei der dritten Kidical Mass ein Signal für sichere Schul- und Radwege zu setzen. Der ADFC Kreisverband Westerwald e.V. organisierte die Fahrraddemonstration, die eine Strecke von knapp sechs Kilometern umfasste. Sie führte von der Joseph-Kehrein-Schule bis zum Quendelberg und machte so auf den Bedarf nach besseren Radverkehrsbedingungen aufmerksam.
Bei der abschließenden Kundgebung begrüßte der ADFC nicht nur die zahlreichen Teilnehmenden, sondern auch prominente Unterstützer wie Stadtbürgermeisterin Melanie Leicher und Dr. Hans Ulrich Richter-Hopprich, Bürgermeister der Verbandsgemeinde Montabaur. Auch Amelie Döres und Gerd Engel vom Landesvorstand des ADFC Rheinland-Pfalz e.V. waren anwesend.
Dr. Richter-Hopprich stellte sich den Fragen der Radfahrenden und verwies auf das im Dezember 2025 verabschiedete Radverkehrskonzept der Verbandsgemeinde. Dieses Konzept soll als Grundlage dienen, um die Radinfrastruktur auszubauen, wobei noch große Lücken im Alltagsradwegenetz bestehen. Besonders wichtig sei die geplante Verbindung zwischen Montabaur und Holler. Er äußerte die Hoffnung, dass die eingerichtete Arbeitsgruppe Radverkehr, an der auch der ADFC mitwirkt, spürbare Fortschritte erzielen werde.
Melanie Leicher ist für Tempo 30 innerhalb der Ortschaften
Stadtbürgermeisterin Melanie Leicher unterstützte die Forderung nach Tempo 30 in Ortslagen, wies jedoch darauf hin, dass die Entscheidungshoheit oft nicht bei der Stadt liege. Bereits die Einführung einer Tempo-20-Zone in der Bahnhofstraße sei herausfordernd gewesen. Sie nahm die Anregung für eine "Grüne Welle" bei Tempo 20 in der Wilhelm-Mangels-Straße auf und versprach, diese zu prüfen.
In der Diskussion zur Verkehrssituation rund um das Schulzentrum wurde deutlich, dass die Interessen der Anwohnenden, Fußgänger und Radfahrer bisher unzureichend berücksichtigt werden. Der ADFC kündigte an, die Planungen intensiv zu begleiten, und bekräftigte seine Forderungen nach sicheren Schul- und Alltagswegen, Tempo 30 innerorts, einem durchgängigen Radwegenetz und der Stärkung des Radverkehrs als gleichberechtigtem Verkehrsmittel. (PM/Red)
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