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Pressemitteilung vom 20.05.2026    

Westerwaldkreis stellt Weichen für Radwege, Ärzte und digitale Bildung

Im Kreisausschuss des Westerwaldkreises standen zuletzt drei Themen im Mittelpunkt, die viele Menschen direkt betreffen. Es ging um einen neuen Alltagsradweg, bessere Anreize für ärztliche Niederlassungen und klare Regeln für digitale Bildung an Schulen.

(Fotoquelle: Karl-Heinz Boll)

Westerwaldkreis. Drei Entscheidungen zu Mobilität, Gesundheitsversorgung und digitaler Bildung haben die jüngste Sitzung des Kreisausschusses des Westerwaldkreises geprägt. Unter Vorsitz der Ersten Kreisbeigeordneten Gabriele Wieland befasste sich das Gremium mit einem Radwegeprojekt zwischen Elsoff-Mittelhofen und Westernohe, einer Weiterentwicklung der Förderung für ärztliche Niederlassungen sowie einer Anpassung der Förderregelungen zum Europäischen Computerführerschein, dem ICDL. Nach Darstellung des Kreises setzen die Beschlüsse an Punkten an, die für die Lebensqualität und die Zukunftsfähigkeit der Region wichtig sind.

Alltagsradweg zwischen zwei Gemeinden
Der Kreisausschuss hat den Weg für eine neue Radwegeverbindung zwischen Elsoff-Mittelhofen und Westernohe freigemacht. Die Ortsgemeinde Elsoff plant, einen bestehenden Wirtschaftsweg durch eine Oberbauerneuerung zu einem sicheren Alltagsradweg auszubauen. Die Strecke soll beide Gemeinden miteinander verbinden und Beschäftigten den Weg zu den Gewerbegebieten erleichtern. Auch für Grundschulkinder aus Westernohe entsteht damit eine sichere Radroute zur Lasterbachschule in Elsoff.

Für das Projekt sind Gesamtkosten von 159.590,36 Euro veranschlagt. Der Zuschuss des Kreises beträgt nach der Radwegeförderrichtlinie 50.000 Euro. Damit wird die maximale Förderhöhe ausgeschöpft. Aus Sicht des Kreises zeigt das Vorhaben, dass vorhandene Wege mit vergleichsweise überschaubarem Aufwand sinnvoll weiterentwickelt werden können. So soll das Radwegenetz in einem Bereich gestärkt werden, der im Alltag genutzt werden kann und nicht nur dem Freizeitverkehr dient.

Mehr Unterstützung für Arztpraxen
Ein weiterer Schwerpunkt lag auf der medizinischen Versorgung im Westerwaldkreis. Das bestehende Förderprogramm für ärztliche Niederlassungen soll weiterentwickelt werden, um die Versorgung langfristig zu sichern. Hintergrund ist, dass die Kassenärztliche Vereinigung inzwischen Regionen mit besonderem Bedarf ausweist. Dort können zusätzliche Arztsitze entstehen, wenn reguläre Sitze durch andere Teile der Region belegt sind.



Für diese Fälle plant der Kreis eine erhöhte Förderung. Gleichzeitig schlägt der Kreisausschuss dem Kreistag vor, die bestehende Richtlinie bis 31.12.2028 zu verlängern. Nach der vorgesehenen Sonderregelung kann ab 01.07.2026 eine Zuwendung von bis zu 50.000 Euro über 10 Jahre in Raten von maximal 5.000 Euro ausgezahlt werden. Der Kreis verfolgt damit das Ziel, Ärzte nicht nur für eine Niederlassung zu gewinnen, sondern sie auch langfristig an die Region zu binden.

Regeln für den ICDL werden präzisiert
Auch die Förderung digitaler Kompetenzen an Schulen war Thema der Sitzung. Der Europäische Computerführerschein, kurz ICDL, gilt als internationaler Standard für digitale Fähigkeiten. Der Westerwaldkreis unterstützt bereits Schüler an kreiseigenen Schulen sowie an privaten Gymnasien bei der Teilnahme. Damit diese Förderung verlässlich und nachvollziehbar bleibt, sollen die Bedingungen ab dem Schuljahr 2026/2027 präzisiert werden.

Ziel ist eine klare und transparente Struktur des Programms. So sollen Schulen und Lernende besser planen können und Missverständnisse bei der Förderung vermieden werden. Mit den drei Beschlüssen setzt der Westerwaldkreis nach eigener Einschätzung weitere Impulse für alltagstaugliche Mobilität, eine stabile Gesundheitsversorgung und eine bessere digitale Vorbereitung der nächsten Generation. (PM/bearbeitet durch Red)


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