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Nachricht vom 19.05.2026    

Mit dem Vierbeiner ins Büro: Uni Koblenz setzt auf Hunde am Arbeitsplatz

Die Universität Koblenz hat ein innovatives Pilotprojekt gestartet, das es Mitarbeitenden erlaubt, ihre Hunde mit zur Arbeit zu bringen. Das Konzept sorgt nicht nur für gute Laune, sondern zieht auch Professorinnen an den Campus.

Bürohunde an der Universität Koblenz. Foto: Thomas Frey/dpa

Koblenz. Henri, Paula und Fenris sind Teil eines spannenden Experiments an der Uni Koblenz: Seit November dürfen sie ihre Besitzer an den Arbeitsplatz begleiten. Hinter dem Projekt "Bürohunde" stehen Yvonne Werle und Felicitas Kexel, die ein umfassendes Konzept entwickelt haben, um alle Beteiligten - von Mitarbeitenden über Hundebesitzende bis hin zu Studierenden - zu berücksichtigen. "Wir haben ein Konzept erstellt, das für alle Sorge tragen soll", erklärt Werle.

Der Bundesverband Bürohund hebt hervor, dass Hunde im Büro das Arbeitsklima verbessern und Stress reduzieren können. Die Tiere gelten als ideal für den Büroalltag, da sie sozialisiert sind und feste Abläufe schätzen.

Am Koblenzer Campus sind die Bürohunde mit roten Halstüchern bekannt. Um das Projekt zu realisieren, mussten die Initiatorinnen umfangreiche Recherchen durchführen und einen überzeugenden Plan vorlegen. Vizepräsidentin Constanze Juchem-Grundmann berichtet erfreut: "Es gab tatsächlich Professorinnen, die gesagt haben: 'Ihr habt eine Möglichkeit, einen Hund mitzubringen, wir kommen!'"

Besondere Vorsicht gilt bei der Sicherheit aller Beteiligten, insbesondere bei Personen mit Ängsten oder Allergien. "Deshalb dürfen die Hunde nur in die jeweiligen Büros und nicht in Teeküchen, Vorlesungsräume oder andere Räume", so Werle. Nur zugelassene Hunde dürfen in die Unigebäude, und Listenhunde sind ausgeschlossen. Zudem müssen alle Hunde geimpft sein, und die Halter haftpflichtversichert.



Das Konzept wurde auch mit der Stadtverwaltung Ludwigshafen abgestimmt, wo seit 2022 ebenfalls Hunde ins Büro gebracht werden können. Petra Laux empfindet die Anwesenheit ihrer kleinen Paula als "super Entlastung". Finja Grospietsch, die für eine Professur nach Koblenz zog, sieht im Projekt einen entscheidenden Faktor für ihre Entscheidung.

Marie Hopp erzählt von ihrem Hund Laika, der als "Glücksgenerator" fungiert und auch Studierende begeistert. Sophie Kohout bringt ihren Akita Fenris mit, was ihren Arbeitsalltag nicht verändert hat. Silke Wergers Kleinpudel Pepe wurde vom Team gut aufgenommen.

Alle hoffen auf eine langfristige Etablierung des Projekts, das bisher ohne Zwischenfälle verlief. (dpa/bearbeitet durch Red)


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