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Nachricht vom 18.05.2026    

Helikopter im Einsatz: Amprion kontrolliert Freileitungen aus der Luft

Ab dem 22. Mai startet der Übertragungsnetzbetreiber Amprion eine umfassende Kontrolle seiner Höchstspannungsfreileitungen in Nordrhein-Westfalen, Rheinland-Pfalz und Hessen. Mit Hilfe eines Helikopters sollen mögliche Schäden frühzeitig erkannt werden.

Foto: Amprion GmbH

Region. Der Übertragungsnetzbetreiber Amprion beginnt am 22. Mai 2026 mit der Überprüfung seiner 220- und 380-Kilovolt-Freileitungen in den Bundesländern Nordrhein-Westfalen, Rheinland-Pfalz und Hessen. Diese Inspektionen erfolgen aus der Luft mittels Helikopter und sind bis Anfang Juni geplant. Ziel ist es, den Zustand der Leitungen systematisch zu erfassen und mögliche Schäden frühzeitig zu erkennen, um die sichere Stromversorgung für Millionen Menschen und tausende Unternehmen im Amprion-Netzgebiet sicherzustellen.

Die Kontrollen umfassen das Siegerland (Alsdorf, Betzdorf, Eitorf, Hamm (Sieg), Mittelhof, Pracht, Siegen, Wissen), das Rheinland, den Mittelrhein (Dörth, Eitelborn, Emmelshausen, Halsenbach, Hahnstätten, Holzappel, Kisselbach, Koblenz, Leiningen, Liebshausen, Mülheim-Kärlich, Pfalzfeld, Stromberg, Vallendar, Welschneudorf, Wiebelsheim, Windesheim, Winningen) und die Rhein-Main-Region. Insgesamt werden rund 2.400 Masten und etwa 800 Stromkreiskilometer überprüft. Bereits im April fanden erste Kontrollflüge statt, die nun fortgesetzt werden.

Flugplan abhängig vom Wetter
Da die Flüge nur bei geeigneten Wetterbedingungen stattfinden können, ist der Flugplan flexibel gestaltet und kann kurzfristig angepasst werden. Die genauen Gebiete, in denen die Leitungen kontrolliert werden, umfassen unter anderem Städte wie Siegen, Köln, Koblenz und Wiesbaden.



Höchstleistungen für ein stabiles Stromnetz
Die Sichtkontrolle aus der Luft ergänzt die regelmäßigen Inspektionen vom Boden. Während am Boden Mastbauteile und Fundamente überprüft werden, ermöglicht der Helikopter einen schnellen Gesamtüberblick über lange Leitungsabschnitte. Bei einer Geschwindigkeit von etwa 25 km/h fliegt der Helikopter entlang der Stromleitungen. Neben dem Piloten sind Fachkräfte eines Dienstleisters an Bord, die hochauflösende Fotos der Stromleitungen erstellen. Diese Aufnahmen werden anschließend von Amprion ausgewertet, um Auffälligkeiten und Schäden systematisch zu erfassen. Festgestellte Mängel werden von Monteuren behoben, besonders gravierende Schäden sofort gemeldet und beseitigt.

Für die erfahrenen Helikopterpiloten ist die Leitungsbefliegung anspruchsvoll, da sie in niedriger Höhe nah an die Masten und Leiterseile heranfliegen müssen. Gleichzeitig müssen die Wetterbedingungen einen sicheren Flugbetrieb und verlässliche Aufnahmen gewährleisten.

Durch diese Kontrollflüge erhält Amprion innerhalb weniger Wochen einen detaillierten Überblick über viele tausend Kilometer seines Höchstspannungsnetzes. Dies ermöglicht es, gezielte Maßnahmen zur Sicherstellung des sicheren Netzbetriebs zu ergreifen. PM/Red


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