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Pressemitteilung vom 18.05.2026    

Internationale Biologie-Studierende erkunden das Nistertal mit Typisch Westerwald

Muschelschutz, Naturpfade und Gewässerökologie im Westerwald standen im Mittelpunkt der geführten Wanderung. Rund 40 Biologie-Studierende der Utrechtse Biologen Vereniging (UBV) der Universität Utrecht erkundeten jetzt gemeinsam mit DWV-Wanderführer Rainer Lemmer von Typisch Westerwald das Nistertal rund um Stein-Wingert.

Die Studenten aus Utrecht erkundeten das Nistertal. (Foto: Typisch Westerwald)

Stein-Wingert. Der Tag begann an der Muschelaufzuchtstation der ARGE Nister/Obere Wied e.V. Dort vermittelte Dr. Meike Koester, Leiterin der AG Fließgewässerökologie an der Universität Koblenz sowie Projektleiterin "Bachmuschelschutz und Zucht Rheinland-Pfalz", spannende Einblicke in die Arbeit rund um den Schutz der stark gefährdeten Bachmuschel und die Zusammenhänge innerhalb des Fließgewässer-Ökosystems der Nister.

Anschließend ging es gemeinsam hinaus ins Nistertal. Die ursprünglich geplante Route musste aufgrund der starken Regenfälle der vergangenen Tage kurzfristig angepasst werden. Bereits im Rahmen der Vorwanderung hatte Rainer Lemmer jedoch mögliche Alternativrouten berücksichtigt, sodass die Wanderung trotz schwieriger Bedingungen sicher durchgeführt werden konnte.

Ein besonderer Höhepunkt war die Querung der Nister über die bekannten Trittsteine am Naturpfad Weltende. Durch den hohen Wasserstand waren einzelne Steine bereits überflutet. Einige Teilnehmende zogen Schuhe und Socken aus, andere balancierten vorsichtig über die Steine – nasse Füße inklusive.

Die Wanderung führte weiter über schmale Naturpfade zum Aussichtspunkt Weltende mit weitem Blick über das Nistertal sowie entlang renaturierter Gewässerabschnitte der Nister. Unterwegs erläuterte Rainer Lemmer unter anderem die Bedeutung der stark gefährdeten Fischart Nase (Chondrostoma nasus), deren Bestände in der Nister in den vergangenen Jahrzehnten massiv zurückgegangen sind.



Für besondere Aufmerksamkeit sorgte zudem ein hoch auf einem Felsvorsprung nistender Uhu, der mithilfe von Ferngläsern beobachtet werden konnte.

Die gesamte Führung fand in englischer Sprache statt. Trotz des wissenschaftlichen Hintergrunds entwickelte sich dabei keine klassische "Vorlesung", sondern ein gemeinsames Naturerlebnis mit vielen Gesprächen und Beobachtungen unterwegs. Auch Themen wie die Folgen des massiven Borkenkäferbefalls im Westerwald wurden spontan entlang der Strecke aufgegriffen und erklärt.

Am Ende bedankte sich die Gruppe mit großem Beifall bei Rainer Lemmer für die Führung und die zahlreichen Hintergrundinformationen. Eine Teilnehmerin brachte den Tag schließlich mit einem Satz auf den Punkt: "Ich bin richtig neidisch darauf, dass du hier wohnst – und hier jeden Tag wandern könntest." (PM)


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