Pressemitteilung vom 15.05.2026 
T-Shops betroffen: Telekom-Streiks weiten sich in Rheinland-Pfalz aus
Die Tarifverhandlungen zwischen der Deutschen Telekom und der Gewerkschaft ver.di spitzen sich zu. Am Samstag, 16. Mai, ruft ver.di erneut zu Warnstreiks in Rheinland-Pfalz und dem Saarland auf. Die Unzufriedenheit unter den Beschäftigten wächst, während die Forderungen klar formuliert sind.
Mainz. Die Vereinte Dienstleistungsgewerkschaft ver.di hat angekündigt, die Warnstreiks bei der Deutschen Telekom am Samstag, 16. Mai, in Rheinland-Pfalz und dem Saarland fortzusetzen. Betroffen sind die acht Standorte in Koblenz, Bad Kreuznach, Mainz, Kaiserslautern, Neustadt, Ludwigshafen, Trier und Saarbrücken. Auch Mitarbeitende in T-Shops sind zu Solidaritätsstreiks aufgerufen, sodass sich die Aktionen über die Hauptstandorte hinaus erstrecken. Ver.di erwartet die Teilnahme von etwa 150 Streikenden.
Verstärkt wird der Druck auf die Arbeitgeberseite durch den erneuten Streiktag nach einer enttäuschenden dritten Verhandlungsrunde. "Dass selbst am Samstag gestreikt wird, ist Ausdruck eines tiefen Unmuts in den Betrieben. Die Arbeitgeber täten gut daran, dieses Signal in der Verhandlung endlich ernst zu nehmen", kommentiert ver.di-Branchenkoordinator Andreas Wiese.
Die Gewerkschaft fordert eine Entgeltsteigerung von 6,6 Prozent bei einer Laufzeit von zwölf Monaten sowie einen Mitgliederbonus von 660 Euro pro Jahr. Für Auszubildende und dual Studierende verlangt ver.di eine monatliche Erhöhung um 120 Euro und einen zusätzlichen Mitgliederbonus von 240 Euro jährlich.
Der Telekom-Konzern umfasst in Deutschland 20 tarifgebundene Unternehmen mit individuellen Tarifverträgen, die größtenteils bis zum 31. März 2026 gültig sind. Im Vorfeld der Tarifrunde haben sich ver.di und die Deutsche Telekom AG auf gemeinsame Verhandlungen für diese Gesellschaften geeinigt. Die nächste Verhandlungsrunde ist für den 26. und 27. Mai geplant. (PM/Red)
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