Pressemitteilung vom 14.05.2026 
Großübung im Haus Roßberg: Feuerwehr trainiert Ernstfall
Eine umfangreiche Brandschutzübung im Haus Roßberg stellte Feuerwehr und Beteiligte vor besondere Aufgaben. In dem Gebäude leben 41 Menschen mit Fluchthintergrund, was die Vorbereitung und Durchführung sensibel machte. Ziel war ein realistisches Training unter anspruchsvollen Bedingungen.
Montabaur. Mit einem großen Aufgebot an Einsatzkräften fand im Haus Roßberg eine umfangreiche Brandschutzübung der Freiwilligen Feuerwehr statt. Das Gebäude dient derzeit als Unterkunft für 41 Bewohner mit Fluchthintergrund und stellte die Einsatzkräfte damit vor besondere Herausforderungen. Insgesamt waren rund 80 Feuerwehrleute an der Übung beteiligt. Neben der Feuerwehr Montabaur wurden im Verlauf der etwa eineinhalbstündigen Übung auch die Wehren aus Niederelbert und Dernbach zur Verstärkung alarmiert.
Realistisches Szenario im Gebäude
Das angenommene Szenario sah eine starke Rauchentwicklung im Gebäude mit mehreren eingeschlossenen Personen vor. Insgesamt sieben Statisten mussten von den Einsatzkräften gerettet werden. Drei Personen befanden sich auf Balkonen, zwei weitere in innenliegenden Küchenräumen und zwei Personen auf dem Dach des Gebäudes.
Ziel der Übung war es, die Abläufe im Ernstfall möglichst realitätsnah zu trainieren und die Zusammenarbeit der Einsatzkräfte unter schwierigen Bedingungen zu erproben. Dabei standen insbesondere die Koordination der Kräfte sowie die sichere Rettung der Betroffenen im Fokus.
Besondere Situation der Bewohner
Die Übung war auch aufgrund der besonderen Situation der Bewohner von Bedeutung. Viele der im Haus Roßberg untergebrachten Menschen stammen aus Krisen- und Kriegsgebieten. Sirenen, Rauch oder ein großes Aufgebot an Einsatzkräften können Erinnerungen an belastende Erlebnisse hervorrufen.
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Zudem sind Brandschutzübungen und das Verhalten im Notfall in vielen Herkunftsländern weniger verbreitet oder anders organisiert. Deshalb wurde großer Wert darauf gelegt, die Bewohner frühzeitig einzubinden und die Übung sensibel zu begleiten.
Enge Abstimmung im Vorfeld
Die Übung wurde über einen längeren Zeitraum intensiv vorbereitet. Eine enge Abstimmung mit der Einrichtungsleitung spielte dabei eine wichtige Rolle. Trotz sprachlicher Barrieren funktionierte die Zusammenarbeit mit den Bewohnern gut.
Für die Feuerwehr bot die Übung wertvolle Erkenntnisse. Solche realitätsnahen Szenarien tragen dazu bei, im Ernstfall bestmöglich vorbereitet zu sein. Das Übungsziel wurde vollständig erreicht.
Politik begleitet Übung vor Ort
Vor Ort machten sich auch Stadtbürgermeisterin Melanie Leicher sowie der Erste Beigeordnete der Verbandsgemeinde, Tobias Panne, ein Bild von der Übung. Panne unterstützte die Übung zudem selbst als Statist. Ebenfalls anwesend waren Helene Rörig, Fachbereichsleiterin der Verbandsgemeindeverwaltung, die ebenfalls als Statistin teilnahm, sowie Manuela Perez als zuständige Sachgebietsleitung.
Erfolgreicher Ablauf der Übung
Die Übung verlief erfolgreich und hinterließ bei allen Beteiligten einen bleibenden Eindruck. Einsatzkräfte und Verantwortliche waren sich einig, dass eine gute Vorbereitung entscheidend ist, auch wenn ein solcher Einsatz hoffentlich nie Realität wird. (PM/bearbeitet durch Red)
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