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Pressemitteilung vom 12.05.2026    

Pflege im Fokus: Dr. Tanja Machalet und Stefanie Krones setzen sich für bessere Bedingungen ein

Am 12. Mai, dem Internationalen Tag der Pflege, betonten Dr. Tanja Machalet und Caritasdirektorin Stefanie Krones die Bedeutung der Pflege als zentrale Zukunftsaufgabe. Beide fordern mehr politische Unterstützung und gesellschaftliche Wertschätzung für Pflegende.

Dr. Tanja Machalet (links), Vorsitzende des Gesundheitsausschusses im Deutschen Bundestag, und Caritasdirektorin Stefanie Krones beim gemeinsamen Austausch über die Zukunft der Pflege und die Herausforderungen sozialer Arbeit im Caritasverband Westerwald-Rhein-Lahn. (Foto: Caritasverband WWRL/Holger Pöritzsch)

Region. Der Internationale Tag der Pflege am 12. Mai ist für die heimische Bundestagsabgeordnete Dr. Tanja Machalet und Caritasdirektorin Stefanie Krones weit mehr als ein symbolischer Aktionstag. Bei einem gemeinsamen Austausch zu diesem Anlass machten beide deutlich: Pflege ist eine der zentralen Zukunftsaufgaben unserer Gesellschaft - und sie braucht dringend mehr politische Aufmerksamkeit, gesellschaftliche Wertschätzung für die beruflich Pflegenden und engagierte Nachwuchskräfte.

"Die Pflegenden sind der Kitt, der unsere Gesellschaft zusammen hält", betont Krones, die zudem auch im Vorstand des Verbandes katholischer Altenhilfe in Deutschland (VKAD) tätig ist. "Sie sind da, wenn es allein und mit privater Unterstützung nicht mehr geht. Sie sorgen dafür, dass Menschen mit Pflegebedarf lange in ihrer gewohnten Umgebung bleiben können. Und stehen Menschen bei, wenn es zu Hause nicht mehr geht. Ohne Pflege würde unser Gemeinwesen nicht funktionieren."

Dr. Machalet, die seit 2021 dem Deutschen Bundestag angehört und aktuell Vorsitzende des Gesundheitsausschusses ist, unterstrich beim Treffen die Bedeutung der Pflege für die Zukunftsfähigkeit des Landes. "Gesundheit, Pflege und soziale Sicherheit bleiben zentrale Zukunftsaufgaben", sagt die Bundestagsabgeordnete. "Die Versorgung muss am Menschen ausgerichtet werden - nicht an Zuständigkeitsgrenzen oder starren Systemen. Wir brauchen eine Pflege, die menschlich, verlässlich und wohnortnah bleibt." Dabei gehe es nicht nur um ältere Menschen. Ziel müsse sein, pflegebedürftigen Menschen, jüngeren und älteren, ein selbstbestimmtes Leben in ihrer Heimatregion und in ihrem sozialen Umfeld zu ermöglichen, so Dr. Machalet weiter. Dafür brauche es ausreichend Fachkräfte, moderne Versorgungsstrukturen und den Mut, neue Wege zu gehen.

Pflege nach dem Patienten ausgerichtet
Dass innovative Ansätze in der Pflege möglich sind, zeigt der Caritasverband Westerwald-Rhein-Lahn bereits seit Jahren mit verschiedenen Projekten. Besonders hervorzuheben ist dabei das Modellprojekt "Pflege ganz aktiv", das gemeinsam mit Pflegekassen umgesetzt wird. Statt starrer Leistungskomplexe steht dabei stärker der individuelle Bedarf der Menschen im Mittelpunkt. Pflege wird flexibler, individueller und stärker an der Selbstbestimmung des pflegebedürftigen Menschen orientiert. "Es geht darum, wieder mehr Menschlichkeit und Eigenverantwortung und ganzheitliche Fachlichkeit in die Pflege zu bringen", erklärt Krones. Dabei würden sowohl die Pflegekräfte als auch die Klienten profitieren.



Ausbildung neuer Pflegekräfte
Auch bei der Gewinnung von Nachwuchskräften geht der Verband neue Wege. Erfolgreich sei dabei die Ausbildung junger Menschen internationaler Herkunft - unter anderem aus Indien und Marokko. Die angehenden Pflegekräfte durchlaufen zunächst eine geschützte Integrationsphase mit Sprachkursen, Freiwilligendiensten oder Praktika, bevor sie in die reguläre Pflege-Ausbildung starten. "Viele dieser jungen Menschen bringen eine enorme Motivation, hohe soziale Kompetenz und oftmals bereits sehr gute Bildungsabschlüsse mit", berichtet Krones.

Für Dr. Machalet ist genau das ein entscheidender Punkt für die Zukunft der Pflege: "Wir müssen die Attraktivität des Pflegeberufs weiter stärken und jungen Menschen zeigen, wie sinnstiftend und wichtig diese Arbeit ist. Pflege bietet Entwicklungsmöglichkeiten, Verantwortung und echte Nähe zum Menschen. Gleichzeitig müssen wir bürokratische Hürden abbauen und die Arbeitsbedingungen weiter verbessern."

Anerkennung und entsprechende Arbeitsbedingungen
Auch das gesellschaftliche Bild der Pflege müsse sich verändern, darin waren sich beide Akteurinnen einig. Pflege sei längst ein hochprofessionelles Berufsfeld mit vielfältigen Karriere- und Spezialisierungsmöglichkeiten. Krones hob hervor, dass Menschen gebraucht werden, "die mit Herz, Haltung und Kompetenz Verantwortung übernehmen wollen". Sie unterstrich die Bedeutung von Respekt und Anerkennung für Pflegende und forderte bessere Arbeitsbedingungen sowie echte Zukunftsperspektiven. "Es ist wichtig, dass wir als Gesellschaft beginnen, die beruflich Pflegenden so wertzuschätzen, wie sie es verdienen", sagte sie. Pflegekräfte begleiten Menschen in den sensibelsten und vulnerabelsten Momenten ihres Lebens - mit Fachwissen, Empathie und großem persönlichen Einsatz.

Der Internationale Tag der Pflege erinnert jedes Jahr am 12. Mai - dem Geburtstag der britischen Pflegepionierin Florence Nightingale - an die unverzichtbare Arbeit von professioneller Pflege weltweit. Für Dr. Machalet und Krones ist klar: Worte allein reichen nicht aus. "Pflege braucht politische Unterstützung - aber eben auch konkretes Handeln für gute Rahmenbedingungen und echte Perspektiven", betont Dr. Machalet. "Denn gute Pflege ist keine Selbstverständlichkeit. Sie ist eine gesamtgesellschaftliche Verantwortung." (PM)


Mehr dazu:   Gesundheitsversorgung   Gesellschaft  
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