Pressemitteilung vom 11.05.2026 
Einfach mal wachsen lassen im "mähfreien Mai"!
Vielfältige Vogelstimmen, frisches Grün und bunte Blüten in den Beeten – der Frühling ist da! Sonnenschein und wärmere Temperaturen ziehen auch in der Verbandsgemeinde Hachenburg die Menschen in die Natur.
VG Hachenburg. Samstagmorgens brummen vielerorts die Rasenmäher um die Wette. Die Aktion "Mähfreier Mai" lädt dazu ein, im Mai der Natur die Regie zu überlassen und dem Rasenmäher einen Monat freizugeben. Was zunächst nach Arbeitsverweigerung klingt, ist eine wertvolle Maßnahme für die heimische Tier- und Pflanzenwelt. Gänseblümchen und Löwenzahn finden nahezu in jedem Garten ihren Weg und zaubern bunte Tupfen ins Gras. Kriechender Günsel und Gundermann gesellen sich ebenfalls gerne dazu. Wildkräuter müssen dafür nicht einmal extra gesät werden – die Samen vieler heimischer Arten halten sich mehrere Jahre, zum Teil Jahrzehnte im Boden und Keimen, sobald sich ihnen die Gelegenheit bietet.
Wer nicht gänzlich auf den Rasenmäher verzichten kann oder möchte – beispielsweise, weil der Garten von Kindern zum Spielen genutzt wird – ist eingeladen, ungemähte Randstreifen und einzelne Blumeninseln stehen zu lassen. Jeder Quadratmeter zählt.
"Gerade der Artenschutz brauch nicht immer große Aktionen und viel Arbeit. Oft ist die beste Maßnahme, einmal nichts zu unternehmen – das Resultat ist tatsächlich erstaunlich", erklärt Nachhaltigkeitskoordinatorin Melissa Karthe. Im eigenen Garten habe sie im letzten Jahr "einfach mal wachsen lassen" und sei mit einer artenreichen und bunten Wiese mit Flockenblumen, Margeriten, Wilder Möhre, Schafgarbe, Disteln, Johanniskraut, Labkraut belohnt worden.
Ganz ohne Mahd geht es allerdings trotzdem nicht – wenigstens einmal jährlich, bestenfalls im Herbst, wenn alle Blumen verblüht und die Samen gereift und abgefallen sind, sollte gemäht werden. Erfolgt das nicht, fehlt vielen Blütenpflanzen im Folgejahr das Licht zur Keimung und Gräser gewinnen die Oberhand. (PM)
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