Pressemitteilung vom 01.05.2026 
Rettungsplan für Familienferiendorf Hübingen gestartet
Für das Familienferiendorf Hübingen wird an einer langfristigen Lösung gearbeitet. Vorstand, Stiftung und Insolvenzverwalter verfolgen gemeinsam das Ziel, den Betrieb zu sichern. Eine Spendenkampagne soll nun entscheidend zum Neustart beitragen.
Hübingen. Für den Verein Familienferiendorf Hübingen e.V. arbeiten der Vorstand und Insolvenzverwalter Philip Konen von der PLUTA Rechtsanwalts GmbH an einer langfristigen Lösung zum Erhalt des Feriendorfs. Ziel ist es, die Einrichtung trotz laufenden Insolvenzverfahrens dauerhaft zu sichern und einen Neustart zu ermöglichen.
Spendenkampagne soll Neustart ermöglichen
Der Vorstand hat die Aktion "5 vor 12 – Solidarität mit dem Familienferiendorf Hübingen" gestartet. Die im vergangenen Jahr gegründete Stiftung Familienferiendorf Hübingen soll eine Geldsumme im sechsstelligen Bereich einsammeln, um den Verein finanziell zu unterstützen. Mit diesen Mitteln soll ein Neustart gelingen und das Insolvenzverfahren abgeschlossen werden.
Die Stiftung plant, das benötigte Kapital bis Ende August einzuwerben. Darüber hinaus sollen auch langfristig Spenden gesammelt werden, um Investitionen und mögliche Betriebskosten zu unterstützen. Damit soll die Stiftung neben dem Land eine wichtige finanzielle Rolle übernehmen.
Bedeutung für Familien im Westerwald
Das Familienferiendorf richtet sich vor allem an Kinder, Jugendliche und Familien, auch in belastenden Lebenssituationen. Die Verantwortlichen betonen die Bedeutung der Einrichtung für die Region. Besonders vor dem Hintergrund steigender Kosten und begrenzter finanzieller Möglichkeiten vieler Familien wird das Angebot als wichtig eingeschätzt.
Sollte das gesammelte Geld nicht ausreichen, will die Stiftung die Mittel nutzen, um Familien aus dem Westerwald mit geringem Einkommen bei Urlauben in anderen Einrichtungen zu unterstützen. Der Fokus liegt jedoch weiterhin auf dem Erhalt des Feriendorfs.
Insolvenzplan als zentrale Lösung
Parallel zur Spendenkampagne arbeitet der Insolvenzverwalter an einem Insolvenzplan. Ziel ist es, den Verein zu entschulden und den Rechtsträger zu erhalten. Dazu wird mit den Gläubigern ein Vergleich angestrebt. Die finanzielle Unterstützung der Stiftung spielt dabei eine wichtige Rolle.
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Seit mehreren Monaten wird der Geschäftsbetrieb erfolgreich fortgeführt. Alle Beteiligten unterstützen die Fortsetzung des Betriebs. Für eine dauerhafte Perspektive ist jedoch zusätzliches Kapital notwendig, um die wirtschaftliche Grundlage zu stabilisieren.
Betrieb läuft uneingeschränkt weiter
Der Verein hatte im Herbst 2025 einen Insolvenzantrag gestellt. Das Amtsgericht Montabaur ordnete am 30. Oktober 2025 die vorläufige Insolvenzverwaltung an und bestellte Philip Konen zum vorläufigen Insolvenzverwalter. Am 1. Februar 2026 wurde das Insolvenzverfahren eröffnet.
Trotz des Verfahrens läuft der Betrieb vollständig weiter. Gäste können das Feriendorf wie gewohnt nutzen, und auch neue Buchungen sind möglich. Seit Februar 2026 werden die Löhne und Gehälter der Mitarbeiter aus den laufenden Einnahmen finanziert. Personalmaßnahmen sind nicht vorgesehen, und die Mitarbeiter bleiben weiterhin im Einsatz.
Tradition und Ausstattung des Feriendorfs
Der Verein Familienferiendorf Hübingen e.V. ist seit den 1960er Jahren Träger der Einrichtung im Westerwald. Das Angebot richtet sich an Familienurlaube und Gruppenaufenthalte. Zur Ausstattung gehören 35 Ferienhäuser mit Wohnküche, mehreren Schlafzimmern, Bad und Terrasse.
Zusätzlich stehen ein Tipi-Zelt, ein Zirkuszelt, ein Zirkuswagen sowie verschiedene Gruppenräume zur Verfügung. Eine Friedenskapelle dient für Gottesdienste, Veranstaltungen, Konzerte oder Seminare. Das Feriendorf ist von Februar bis Dezember geöffnet und bietet vielfältige Möglichkeiten für Erholung und Begegnung. (PM/bearbeitet durch Red)
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