Werbung

Pressemitteilung vom 01.05.2026    

Pflegeverband warnt vor Folgen geplanter Gesetzesänderung

Die PflegeGesellschaft Rheinland-Pfalz sieht durch geplante Änderungen im Gesundheitswesen erhebliche Risiken. Im Fokus steht ein Gesetzentwurf zur Stabilisierung der Beitragssätze. Nach Einschätzung des Verbandes könnten Versorgung und Personalbindung darunter leiden.

Symbolbild. (KI-generiert)

Rheinland-Pfalz. Die PflegeGesellschaft Rheinland-Pfalz warnt vor den geplanten Änderungen im Referentenentwurf eines Gesetzes zur Stabilisierung der Beitragssätze in der gesetzlichen Krankenversicherung. Besonders kritisch bewertet der Verband die vorgesehene Abschaffung der vollständigen Refinanzierung tarifbedingter Personalkostensteigerungen in der häuslichen Krankenpflege und der außerklinischen Intensivpflege.

Geplante Deckelung der Vergütung
Künftig soll die Grundlohnsummenentwicklung als Obergrenze für Vergütungssteigerungen gelten. Damit würden tariflich vereinbarte Lohnerhöhungen nicht mehr vollständig ausgeglichen. Aus Sicht der PflegeGesellschaft bedeutet dies einen grundlegenden Systemwechsel mit weitreichenden Folgen für Einrichtungen und Beschäftigte.

Auswirkungen auf Pflegeeinrichtungen
Pflegedienste sind verpflichtet, nach Tarif oder tarifähnlich zu bezahlen. Gleichzeitig würden sie durch die geplante Regelung finanziell begrenzt. Dadurch entsteht eine strukturelle Finanzierungslücke, die von den Einrichtungen nicht ausgeglichen werden kann. Der Verband sieht darin eine erhebliche Belastung für die wirtschaftliche Stabilität vieler Anbieter.

Realität der Versorgung im Blick
Die PflegeGesellschaft verweist darauf, dass Einrichtungen Leistungen nach SGB V und SGB XI erbringen und dabei dasselbe Personal einsetzen. Eine Trennung der Personalkosten nach Rechtskreisen entspricht nicht der Praxis. Einschränkungen in einem Bereich hätten daher direkte Auswirkungen auf andere Versorgungsbereiche.



Risiken für Personal und Versorgung
Der Verband benennt mehrere Risiken. Dazu gehört eine mögliche Schwächung der Tarifbindung, wenn steigende Löhne nicht refinanziert werden. Auch eine Abwanderung von Pflegekräften wird als Folge gesehen. Zudem könnten Versorgungsengpässe entstehen, wenn sich Dienste aus bestimmten Leistungsbereichen zurückziehen. Auch Auswirkungen auf die Langzeitpflege werden erwartet.

Forderungen an die Politik
Die PflegeGesellschaft Rheinland-Pfalz fordert, die bisherigen Regelungen zur Tarifrefinanzierung in §§ 132a und 132l SGB V vollständig beizubehalten. Eine Deckelung der Vergütungssteigerungen soll nicht erfolgen. Zusätzlich wird eine umfassende Prüfung der Folgen für die Versorgung gefordert.

Appell an Entscheidungsträger
Der Verband richtet einen klaren Appell an die Politik in Rheinland-Pfalz und im Bund. Die Sicherstellung einer verlässlichen und qualitativ hochwertigen Versorgung müsse Priorität haben. Gerade vor dem Hintergrund des Fachkräftemangels dürften keine Maßnahmen getroffen werden, die die Pflege weiter belasten. (PM/bearbeitet durch Red)


Feedback: Hinweise an die Redaktion

WW-Kurier Newsletter: Immer bestens informiert

Täglich um 20 Uhr kostenlos die aktuellsten Nachrichten, Veranstaltungen und Stellenangebote der Region bequem ins Postfach.

Anmeldung zum WW-Kurier Newsletter


Mit unserem kostenlosen Newsletter erhalten Sie täglich einen Überblick über die aktuellen Nachrichten aus dem Westerwaldkreis.

» zur Anmeldung



Aktuelle Artikel aus Region


Tag der offenen Tür beim Flugsportverein "Glück auf" in Ailertchen

Am heutigen Samstag (2. August) und am morgigen Sonntag (3. August) hat der Flugsportverein (FSV) "Glück ...

Industriedenkmal meets Kreativität: Die Sayner Hütte wird zur Bühne für moderne Künstler

Die Messe "Unikat sucht Liebhaber" lädt am 1. und 2. August zum fünften Mal dazu ein, außergewöhnliche ...

Stromausfall in der Verbandsgemeinde Bad Marienberg am 16. August

Am 16. August wird es in Teilen der Verbandsgemeinde Bad Marienberg zu einem geplanten Stromausfall kommen. ...

"Präventionstheater PFOTEN WEG! im Westerwald: Ein starkes Zeichen gegen Gewalt"

Vom 12. bis 21. August gastiert das präventionsorientierte Figurentheater "PFOTEN WEG!" in Wirges, Ransbach-Baumbach ...

Sicherer Schulweg: Tipps vom ADAC für Erstklässler in Rheinland-Pfalz

Am 10. August beginnt für etwa 40.000 Kinder in Rheinland-Pfalz die Schule. Der ADAC Mittelrhein hat ...

Digitaler Wandel in der Ausbildung: "Azubiheft" erleichtert Nachweisführung

Die IHK Koblenz präsentiert ein neues digitales Tool, das die Führung von Ausbildungsnachweisen revolutioniert. ...

Weitere Artikel


Mehr Hilfesuchende bei SOLWODI Koblenz im Jahr 2025

Die Beratungsstelle von SOLWODI in Koblenz verzeichnet 2025 deutlich mehr Erstkontakte. Die Zahlen zeigen, ...

Riester-Reform 2027: Was bestehende Verträge jetzt bedeutet

Die Reform der Riester-Rente bringt ab 2027 neue Möglichkeiten, wirft für viele Sparer aber schon jetzt ...

Motorradunfall in Maxsain: Fahrer schwer verletzt

In Maxsain ereignete sich am Freitag (1. Mai 2026) ein schwerer Verkehrsunfall. Ein Motorradfahrer verlor ...

Ferienbetreuung im Westerwaldkreis: Planung startet jetzt

Viele Familien stehen in den Ferien vor der Frage nach verlässlicher Betreuung. Mit dem Ganztagsförderungsgesetz ...

Neue Selbsthilfegruppe für alleinerziehende Mütter im Westerwald

Im Westerwald entsteht eine neue Selbsthilfegruppe für alleinerziehende Mütter. Das Angebot richtet sich ...

Kulturpreis Westerwald 2026: Bewerbungsfrist verlängert

Die Bewerbungsfrist für Kulturpreis Westerwald 2026 wird verlängert. Kulturschaffende aus Region erhalten ...

Werbung